Adrenalinrausch pur für Hollywood-Schauspieler Ewan McGregor. Der begeisterte Motorradfahrer (u.a. ”Long Way Round”) und Abenteurer nutzte am Samstag die Gelegenheit und heuerte auf dem Hudson River beim Emirates Great Britain SailGP Team als Gast an. In New York fand am letzten Wochenende das sechste Rennen der diesjährigen Serie statt. Der sportliche Ausflug, bei dem McGregor sogar steuern durfte, erfolgte nach dem ersten Renntag auf dem Hudson River und ist Teil der Vorbereitung auf ein transatlantisches Segelabenteuer. Das Projekt wird unter dem Titel “True Wind” dokumentiert, Regie führt David Alexanian von Elixir Films. Das Team produzierte bereits die bekannten Serien “Long Way Round”, “Long Way Down”, “Long Way Up” und “Long Way Home”. McGregor segelte mit Steuermann Dylan Fletcher, Wing Trimmer Stuart Bithell, Flight Controller Luke Parkinson sowie den Grindern Nick Hutton und Neil Hunter.
„Es ist ein absoluter Adrenalinkick", kommentierte McGregor Mitsegelerfahrung mit Emirates GBR begeistert. „Die Geschwindigkeit und die G-Kräfte in den Kurven sind erstaunlich. Ich habe sofort gemerkt, dass ich keine Ahnung vom Segeln habe. Es war eine verdammt gute Segelstunde und ich hatte eine großartige Zeit."
Der Rennkurs in New York zählt zu den spektakulärsten im SailGP-Kalender. Die Teams segeln auf dem Hudson River mit der Freiheitsstatue und der Manhattan-Skyline als Kulisse. Am Samstag präsentierte sich das Revier mit einigen der schwierigsten Bedingungen, die jemals in der SailGP erlebt wurden. Die Windgeschwindigkeit lag bei etwa 40 km/h, dazu kamen starke Flussströmungen und eng begrenzte Rennflächen. Aufgrund der hohen Windstärken verzögerte sich das Kranen der F50-Boote ins Wasser. Nur vier Teams schafften es aufs Wasser: Australiens BONDS Flying Roos, Emirates GBR, Spaniens Los Gallos und das USA-Team. Die Kranreihenfolge richtete sich nach der Meisterschaftswertung.
Obwohl vier Boote gekrant wurden, nahmen letztlich nur drei am Rennen teil. Die australische Crew erlitt während der Trainingsrunden einen Nosedive und beschädigte ihr F50 so stark, dass eine Rennteilnahme unmöglich wurde. Es fanden drei Rennen statt, Emirates GBR fuhr dabei eine Bilanz von 1-2-2 ein. Die Punktevergabe wurde an die reduzierte Flotte angepasst, maximal drei Punkte waren für einen Regattasieg möglich nach dem Schema 3-2-1-0. Für den zweiten Renntag am Sonntag wurden deutlich leichtere Bedingungen erwartet. Der Plan sah drei Rennen mit vollständiger Flotte vor, danach sollten die Top drei Teams im winner-takes-all Event Final antreten.
Das Mubadala New York Sail Grand Prix markiert die sechste Station der Rolex SailGP Championship Saison. Insgesamt 13 Teams treten an 13 Austragungsorten rund um die Welt gegeneinander an. In dieser Reihenfolge finden sie 2026 statt: Perth, Auckland, Sydney, Rio de Janeiro, Bermuda, New York, Halifax, Portsmouth, Sassnitz, Valencia, Genf, Dubai und Abu Dhabi. Die Ewan McGregor Segellehrer vom Emirates GBR sind die amtierenden Champions nach dem Sieg beim Grand Final der Saison 2025 in Abu Dhabi im November. Das britische Team unter CEO Sir Ben Ainslie liegt aktuell auf dem zweiten Platz der Saisonwertung mit 35 Punkten. Spaniens Los Gallos folgt mit 34 Punkten auf Rang drei, während Australiens BONDS Flying Roos die Tabelle mit 45 Punkten anführt.
Steuermann Dylan Fletcher zeigte sich zufrieden mit dem ersten Renntag: „Es waren super schwierige Bedingungen da draußen, aber es war großartig auf dem anspruchsvollen Kurs unterwegs zu sein. Wir hatten das Gefühl, gut gestartet zu sein, aber leider ließen wir die Spanier an uns vorbeiziehen." Über Ewan McGregor an Bord sagte der Fahrer: „Es war großartig, ihn dabei zu haben, er war total begeistert bei diesen sportlichen Bedingungen dabei zu sein und er hat viel gelernt. Er hat das wirklich gut gemacht, obwohl wir jede Menge G-Kräfte hatten und mit viel Speed in die Kurven gegangen sind.”

Chefredakteur YACHT und BOOTE Exclusiv