Tatjana Pokorny
· 02.12.2019
Erik Heil und Thomas Plößel haben vor Auckland einen Traumstart in die Weltmeisterschaft für 49er, 49erFX und Nacra 17 hingelegt. Während die Auftaktrennen für die Frauen im 49erFX und die Mixed-Crews auf den foilenden Nacra-17-Katamaranen in zu viel Wind auf Mittwoch verschoben werden mussten, waren die Skiffsegler in zwei Qualifikationsrennen und Winden bis zu 20 Knoten gefordert. Diese Aufgabe haben die Bronzemedaillen-Gewinner von Rio de Janeiro fast ideal gelöst.
Die Crew vom Norddeutschen Regatta Verein eröffnete die Welttitelkämpfe im America's-Cup-Revier mit einem zweiten Rang und ließ dann den ersten Tagessieg für das German Sailing Team folgen, führt die Flotte der 85 Boote aus 30 Ländern nach dem ersten Tag an. "Das sind zwei 'Keeper', also gute Ergebnisse, die man nicht streichen muss. Das passt erst einmal", sagte 49er-Bundestrainer Marc Pickel. Steuermann Erik Heil, der sich mit Vorschoter Plößel in der gelben Qualifikationsgruppe wohlfühlte, erklärte: "Die Flotteneinteilung war nicht schlecht für uns, und wir sind zweimal mit der richtigen Seitenwahl gut ins Rennen gestartet."
Weniger glücklich verlief der erste WM-Tag für die Teamkameraden der Segelnationalmannschaft bei dieser ersten von drei Regatten, in denen die deutschen Akteure um nur eine 49er-Fahrkarte zu den Olympischen Spielen 2020 in Enoshima wetteifern: Die ebenfalls hoch eingeschättzen Teams Justus Schmidt/Max Boehme (Kieler Yacht-Club) und Tim Fischer/Fabian Graf (Norddeutscher Regatta Verein/Verein Seglerhaus am Wannsee) kamen zunächst nicht über die Plätze 57 und 80 hinaus. Tim Fischer und Fabian Graf, herausragende WM-Dritte von 2018, wurden im zweiten Rennen des Tages infolge einer Wegerechtsverletzung am Start in einer Duell-Situation mit einem dänischen Boot disqualifiziert und müssen ihre Aufholjagd in langsam wieder abflauenden Winden am Mittwoch angehen.
Auch die Top-Favoriten Peter Burling und Blair Tuke sind nicht ganz optimal in die Serie im Heimatrevier vor Auckland gestartet und greifen am Mittwoch als Elfte an. Die 49er-Olympiasieger und America's-Cup-Verteidiger hatten sich parallel zu Tests auf der neuen futuristischen Cup-Yacht "Te Aihe" auf die WM der Skiffsegler vorbereitet und stiegen mit einem Tagessieg und einem elften Rang in die Welttitelkämpfe ein. Hinter Heil/Plößel platzierten sich zunächst die Franzosen Kévin Fischer/Jauvin Yann und die Niederländer Bart Lambrieux/Pim van Vugt auf den Plätzen zwei und drei. Maximal 16 weitere Rennen sind bis zum Medaillenfinale am 8. Oktober zu absolvieren.

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