Weltcup-Finale Marseille"Ich bin im Spiel, der Sieg bleibt das Ziel"

Tatjana Pokorny

 · 08.06.2018

Weltcup-Finale Marseille: "Ich bin im Spiel, der Sieg bleibt das Ziel"Foto: Richard Langdon/Sailing Energy/World Sailing
Sailing World Cup Final Marseilles: Laser
Philipp Buhl kämpft am Sonntag im Olympia-Revier für 2024 beim Weltcup-Finale mit drei starken Gegnern um Laser-Gold. Auch Cipra/Winkel segeln auf Medaillenkurs

Er wird um 11.13 Uhr mit nur einem Punkt Rückstand auf den führenden Norweger Hermann Tomasgaard in das Medaillenrennen starten: Philipp Buhl kämpft am Sonntag beim Weltcup-Finale vor Marseille um Laser-Gold. Während einige olympische Disziplinen beim Jahreshöhepunkt der Weltcup-Serie aufgrund von Kollisionen mit anderen europäischen und globalen Titelkämpfen eher schwach besetzt sind oder gar nicht ausgetragen werden, fehlen in der größten olympischen Einhand-Jolle in Frankreich nur wenige Asse. Nach zehn Wettfahrten haben sich der Norweger Tomasgaard, Buhl, Doppel-Weltmeister Nick Thompson aus Großbritannien und dessen Landsmann Elliot Hanson zum Vierkampf um den Sieg formiert, liegen insgesamt nur acht Punkte auseinander.

  Startet als Spitzenreiter in das Laser-Finale: Hermann Tomasgaard aus NorwegenFoto: Richard Langdon/Sailing Energy/World Sailing Startet als Spitzenreiter in das Laser-Finale: Hermann Tomasgaard aus Norwegen  Die Briten treten vor Marseille gewohnt erfolgreich auf. Gleich zwei Engländer wollen Philipp Buhl den Sieg am Sonntag streitig machen, darunter kein Geringerer als Doppel-Weltmeister Nick ThompsonFoto: Richard Langdon/Sailing Energy/World Sailing Die Briten treten vor Marseille gewohnt erfolgreich auf. Gleich zwei Engländer wollen Philipp Buhl den Sieg am Sonntag streitig machen, darunter kein Geringerer als Doppel-Weltmeister Nick Thompson

Buhls Trainer Alexander Schlonski sagt: "Philipp hat in Marseille eine starke Serie hingelegt, super Leistungen gezeigt. Nun hat er die große Chance, etwas daraus zu machen." Nicht weniger hat der 28-jährige Aktivensprecher des German Sailing Teams für das Finale der besten zehn Lasersegler am Sonntag im Sinn. Der für den Segelclub Alpsee-Immenstadt startende Vize-Weltmeister, der mit der Teilnahme am Weltcup-Finale auch seinen Kieler-Woche-Start und die Medaillenjagd bei der im August stattfindenden Weltmeisterschaft aller olympischen Disziplinen in Aarhus vorbereitet, sagte am Samstagabend: "Ich bin im Spiel, der Sieg bleibt das Ziel." Buhl erwartet für das Finale der besten zehn Lasersegler leichte und schwierige Winde.

  Philipp Buhl im Einsatz vor MarseilleFoto: Richard Langdon/Sailing Energy/World Sailing Philipp Buhl im Einsatz vor Marseille

AUCH WINKEL/CIPRA SEGELN AUF MEDAILLENKURS

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  Die 470er-Segler Malte Winkel und Matti Cipra auf der Erfolgswelle vor MarseilleFoto: Pedro Martinez/Sailing Energy/World Sailing Die 470er-Segler Malte Winkel und Matti Cipra auf der Erfolgswelle vor Marseille

Außer Buhl treten bei diesem Weltcup-Finale für das German Sailing Team noch die beiden führenden deutschen 470er-Herrenteams an. Eine Crew konnte sich dabei herausragend in Szene setzen: Malte Winkel und Matti Cipra starten am Sonntag als Dritte mit guten Medaillenchancen in das Finale. In zehn Rennen hatte die Crew vom Schweriner Yacht-Club und vom Plauer Wassersport Verein dreimal Olympiasieger Mathew Belcher und dessen Vorschoter Will Ryan hinter sich lassen können. Vor dem Shwodown haben Winkel/Cipra 13 Punkte Rückstand auf die Australier und sechs Zähler auf die zweitplatzierten Spanier Jordi Xammar Hernandez und Nicolás Rodríguez García-Paz gutzumachen. Die hinter ihnen auf Platz vier liegenden Hippolyte Machetti und Sidoine Dantes oder die mit den Franzosen punktgleichen Japaner Keiju Okada/Jumpei Hokazono müssten mindestens acht Punkte aufholen, um die Norddeutschen noch vom Podest zu verdrängen. Malte Winkel sagte: "Natürlich möchte man jetzt die erarbeitete Position auch konservieren. Aber es ist wie im Fußball: Einen 1:0-Sieg zu verwalten, das ist auch nicht leicht. Nach oben wie nach unten ist noch alles drin." Simon Diesch und Philipp Autenrieth haben den Einzug ins Finale als Gesamt-Fünfzehnte verpasst.

  Waren schnell unterwegs, segelten aber beim Weltcup-Finale vor Marseille am Medaillenrennen vorbei: Simon Diesch und Philipp AutenriethFoto: Pedro Martinez/Sailing Energy/World Sailing Waren schnell unterwegs, segelten aber beim Weltcup-Finale vor Marseille am Medaillenrennen vorbei: Simon Diesch und Philipp Autenrieth
Tatjana Pokorny

Tatjana Pokorny

Freie Reporterin Sport

Tatjana „tati“ Pokorny ist Autorin von neun Büchern. Sie arbeitet als Reporterin für die YACHT, berichtete unter anderem von neun Olympischen Spielen, als Korrespondentin für die Deutsche Presse-Agentur (DPA), das Hamburger Abendblatt sowie weitere nationale und internationale Medien. Kernthemen sind der America's Cup, das Ocean Race, die Vendée Globe, SailGP und weitere nationale und internationale Regatten und ihre Protagonisten. Lieblingsdisziplin: Portraits von und Interviews mit Segelsportpersönlichkeiten.

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