Olympische Spiele

Segeln olympisch: Zweite gelbe WM-Flagge teuer für Buhl

Tatjana Pokorny

 · 13.05.2016

Segeln olympisch: Zweite gelbe WM-Flagge teuer für BuhlFoto: SailingEnergy/Pedro Martinez

Im Kampf um seine dritte WM-Medaille nach Bronze 2013 und Silber 2015 musste Philipp Buhl trotz guter Leistungen einen Dämpfer einstecken

Laser-Vizeweltmeister Philipp Buhl musste in Mexiko auf der Jagd nach seiner dritten WM-Medaille nach Bronze 2013 und Silber 2015 einen Dämpfer einstecken. Nachdem der 26-Jährige bereits zum Auftakt eine gelbe Flagge kassiert hatte, wurde er am zweiten Tag in der Vorstartphase erneut von den Schiedsrichtern bestraft. Mit Folgen...

Während Buhl die Bestrafung an Tag eins als gerechtfertigt bezeichnete, ärgerte er sich über die "übertriebene und völlig ungerechtfertigte" gelbe Flagge am Folgetag. YACHT online berichtete der Aktivensprecher der Segel-Nationalmannschaft, der als vorbildlicher Fairplayer bekannt ist: "Diese zweite gelbe Flagge war die erste, die ich in meiner gesamten Segellaufbahn jemals in einer Vorstartphase bekommen habe, in der ich mich grundsätzlich im Rahmen der Regeln bewege. Der in Lee von mir hat völlig übertrieben, eine Flagge kassiert und Chaos angerichtet. Aber nun ist es so. Hilft nichts. Streicher. Ich habe einen dritten Rang hinterhergelegt. Fünf Tage liegen noch vor uns. Sehen wir also weiter." Gelbe Flaggen gibt es bei unerlaubten Vortriebsmaßnahmen wie starkem Schaukeln und Reißen an den Schoten. Beim ersten Anpfiff sind zwei Kringel zu drehen. Beim zweiten Vergehen gleicher Natur muss der Segler die Wettfahrt aufgeben.

  Titelverteidiger Nick Thompson ist mit zwei Rennsiegen in die WM eingestiegenFoto: JLDigitalMedia.net
Titelverteidiger Nick Thompson ist mit zwei Rennsiegen in die WM eingestiegen

Im Zwischenklassement liegt Buhl trotz der Belastung von 57 Punkten für das nach der zweiten gelben Flagge zwangsweise aufgegebene dritte Rennen auf Platz neun, weil er das Ergebnis streichen kann. Einen weiteren dicken Patzer darf er sich nun aber nicht mehr leisten, will er seine Medaillen-Mission nicht gefährden. Auch der neunmalige Laser-Weltmeister, Doppel-Olympiasieger und Co-Favorit Robert Scheidt segelt nach einem Frühstart zum Auftakt bereits vorbelastet auf WM-Kurs, ist nach vier Rennen Fünfter. Die Führung hat der Kroate Tonci Stipanovic vor dem britischen Titelverteidiger Nick Thompson und dem Franzosen Jean-Baptiste Bernaz übernommen. Andere Top-Segler wie Nicholas Heiner, Laser-Weltmeister 2014, hat es zunächst auf den 30. Platz verschlagen. Weltcup-Finalsieger Tom Burton aus Australien liegt auf Platz 19.

Das mexikanische WM-Revier zeigt sich von seiner schönen Seite. Vor Riviera Nayarit weht laut Buhl bislang "ein cooler Wind", am ersten Tag mit 13 bis 17 Knoten, am zweiten etwas weniger, aber laut Buhl "immer noch Hängebedingungen".

  Schöne Segelbedingungen im mexikanischen WM-RevierFoto: JLDigitalMedia.net
Schöne Segelbedingungen im mexikanischen WM-Revier

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