Es geht nicht nur um den Titel und die Medaillen. Die deutschen 49er-Herren müssen noch den Startplatz für die olympische Regatta in Rio de Janeiro 2016 sichern. Und sie kämpfen darüber hinaus um das individuelle Ticket nach Brasilien. Für die 49erFX-Seglerinnen geht es um die persönliche Fahrkarte zu den Olympischen Spielen. Im Video-Beitrag wird erklärt, wie die nächsten Plätze für die Spiele bei der WM vor Buenos Aires vergeben werden.
Selten waren Weltmeisterschaften in einer olympischen Disziplin so wichtig: Für Deutschlands zuletzt so erfolgreiche 49er-Segler geht es nicht nur um Titel und Medaillen, sondern auch um die Sicherung des Nationenstartplatzes für die Olympischen Spiele 2016. Und dazu um die individuelle Olympiafahrkarte für eine der beiden Top-Crews.
Die WM vor Buenos Aires markiert für die Männer (und nur für die Männer, nicht für die 49erFX-Seglerinnen, deren zweite Ausscheidungsregatta erst im Rahmen der WM 2016 vor Clearwater stattfindet!) die zweite von drei Ausscheidungsregatten im Kampf um das Olympiaticket zwischen zwei befreundeten Crews: Justus Schmidt und Max Boehme vom Kieler Yacht-Club führen das deutsch-deutsche Duell nach ihrem Sieg bei der Europameisterschaft 2015 mit 25 Punkten an. Die ursprünglich mit Blick auf Olympia favorisierten Europameister von 2014, Erik Heil und Thomas Plößel vom Norddeutschen Regatta Verein, sind mit 13 Zählern die Jäger. Weil EM- und WM-Medaillen in dieser internen Ausscheidung mit Extrapunkten belohnt werden, starten die beiden deutschen Teams höchstmotiviert in die Regatta. Schmidt/Boehme wollen ihren Vorsprung mit einer herausragenden Leistung verteidigen oder ausbauen. Heil/Plößel müssen eine Top-Leistung und möglichst einen Podiumsplatz erreichen, um das Duell vor der dritten und letzten Ausscheidungsregatta 2016 weiter offen zu halten.
Gleichzeitig sind nach bereits elf vergebenen Nationenstartplätzen im olympischen 49er nur drei weitere bei dieser WM zu haben. Einen davon wollen und müssen die deutschen 49er-Segler sichern, wenn sie 2016 vor Rio um Medaillen segeln und nicht auf eine Last-Minute-Zitterpartie setzen wollen. Es ist also viel "Druck in der Luft" für die 49er-Segler des Audi Sailing Team Germany. Erik Heil sagte: "Wir freuen uns auf die Rennen. Let's go 49er Worlds!"
Dagegen können sich die 49erFX-Seglerinnen auf eine Aufgabe konzentrieren: Für sie geht es weder um den Nationenstartplatz, den die Berlinerinnen Victoria Jurczok und Anika Lorenz bereits für Deutschland gesichert haben, noch um die persönliche Rio-Fahrkarte. Die fünf starken 49erFX-Crews segeln vor Buenos Aires um das bestmögliche WM-Resultat und wollen in den Kampf um Medaillen und Titel eingreifen. Erste Ergebnisse werden bei den Herren und bei den Damen heute am späten Abend zeigen, zu was die deutschen Teams bei diesen Titelkämpfen in Südamerika imstande sein werden.

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