Sie selbst wollen ihre Erfolge nach sechs von zwölf Rennen bis zum Medaillenfinale noch nicht überbewerten. "Aber es war schon ein wirklich guter Auftakt für uns", sagte 49er-Steuermann Erik Heil vorsichtig. Mit Vorschoter Thomas Plößel liegt Heil nach den ersten beiden Tagen der Olympia-Regatta für die Skiffsegler auf Platz zwei.
Die Crew vom Norddeutschen Regatta Verein hat nur drei Zähler Rückstand auf die neuseeländischen Gold-Favoriten und America's-Cup-Segler Peter Burling und Blair Tuke. "Wir sind glücklich, dass wir die für dieses Revier richtige Strategie offenbar etwas schneller gefunden haben als einige Konkurrenten", sagte Heil am Samstagabend in Rio de Janeiro. Mit jeweils 15 und 18 Punkten liegen die Kiwis und die Deutschen souverän vorn. Dahinter klaffte in der Flotte der insgesamt 20 rassigen 49er-Jollen zur Halbzeit bereits eine Lücke von 15 Zählern zum dänischen Olympiasieger Jonas Warrer und seinem Vorschoter Christian Peter Lübeck.
In der 49erFX-Flotte konnten Victoria Jurczok und Anika Lorenz nach dem Frühstart am Vortag mit den Rängen 7, 6 und 7 Boden gutmachen und sich auf Platz acht vorkämpfen. Und auch von der Nacra-17-Bahn kamen gute Nachrichten: Paul Kohlhoff und Carolina Werner rückten mit den Rängen 5, 10 und 2 auf Platz neun vor. "Wir wollen den Platz in den Top Ten festigen", gab die Vorschoterin des jüngsten Teams in der Flotte der neuen olympischen Mixed-Katamarane das nächste Etappenziel vor.
Die Olympia-Regatta wird am Sonntag mit dem RS:X-Finale mit Toni Wilhelm und weiteren Wettfahrten in den Disziplinen 470er Männer, 470er Frauen und Nacra 17 fortgesetzt. Die Skiff-Teams pausieren und freuten sich nach kräftezehrendem Samstag auf den Ruhetag. Das Finale der Lasersegler findet am Montag ohne den als Gesamt-14. ausgeschiedenen Philipp Buhl statt.

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