13 Seglerinnen und Segler haben ihre Mannschaften beim Einmarsch der Nationen in Rio de Janeiros Maracana-Stadion am Freitagabend angeführt – so viele wie noch nie. Es mag auch daran liegen, dass die Sympathiewerte des Segelsports aufgrund der Nichtbelastung durch Doping-Skandale steigen.
Dazu hat Doppel-Olympiasieger Robert Scheidt aus Brasilien den olympischen Eid für die Sportler gesprochen. Die deutschen Nationalsegler haben die Eröffnungsfeier genossen und daraus einige Schubkraft für die Olympia-Regatta mitgenommen, die für Toni Wilhelm und Philipp Buhl bereits am Montag beginnt.
Für heitere Momente hatte schon vor der Eröffnungsfeier der "kaiserliche" Auftritt der 49er-Top-Favoriten und America's-Cup-Segler Peter Burling und Blair Tuke gesorgt. Beide waren zu Mannschaftskapitänen des Kiwi-Olympiateams gewählt worden. Darüber hinaus trug Peter Burling die Flagge der Neuseeländer bei der Eröffnungsfeier ins Stadion.
"Die Eröffnungsfeier war einfach grandios", erzählte Philipp Buhl, "es sind ja meine ersten Olympischen Spiele und somit sehr besonders. Es gab Gänsehaut-Momente. Etwa, als die gesamte Mannschaft in den Katakomben stand und wir wussten: Gleich geht's los!" Bevor die deutschen Sportlerinnen und Sportler hinter Fahnenträger und Tischtennis-Ass Timo Boll ins Stadion einmarschierten, sangen sie spontan die deutsche Nationalhymne. "Das war der schönste Moment", erzählte 470er-Vorschoterin Marlene Steinherr. "Im Stadion war es dann sehr entspannt und toll zu sehen, dass so viele Sportler so friedlich miteinander umgehen", freute sich nicht nur Philipp Buhl.

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