In zwei Wochen startet der bislang wichtigste Wettbewerb in der Segelkarriere von Philipp Buhl. Der Laser-Vizeweltmeister tritt vor Rio de Janeiro an, um eine Medaille zu gewinnen. Dass es kein Spaziergang wird, erklärte der Sonthofener im Aktuellen Sportstudio ausführlich: anspruchsvollste Segelbedingungen in der Guanabara-Bucht, schwer zu lesende Strömungsverhältnisse, Umweltprobleme, eine gesundheitsgefährdende Wasserqualität und – je nach Strömungslage – viel Treibgut im Wasser zählen zu den Hürden, die alle Olympiasegler zu nehmen haben.
Buhls realistische Einschätzung vor Beginn der olympischen Regatta am 8. August, in die er selbst neben RS-X-Surfer Toni Wilhelm als erster deutscher Segler einsteigt: "Wenn alles zusammenläuft, kann ich gewinnen. Ich kann aber ebenso schnell Achter oder Neunter werden."
Die deutsche Segelnationalmannschaft kämpft in sieben von zehn olympischen Segel-Disziplinen um Medaillen. Sieben Männer und fünf Frauen sind vor Rio de Janeiro unter Segeln im Einsatz. Vor vier Jahren musste die DSV-Flotte ohne Medaillen von der olympischen Segelregatta in britischen Gewässern vor Weymouth heimkehren. Bei den letzten drei Olympischen Spielen gab es insgesamt nur einmal Bronze durch die Brüder Jan-Peter und Hannes Peckolt, die 2008 vor Qingdao Bronze holten. Das Audi Sailing Team Germany tritt in Brasilien mit mehreren Hoffnungsträgern an, der Medaillenflaute ein Ende zu bereiten.

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