Olympische Spiele

Segeln olympisch: Olympiasieger in Rio überfallen

Tatjana Pokorny

 · 22.05.2016

Segeln olympisch: Olympiasieger in Rio überfallenFoto: SailingEnergy/Pedro Martinez

Bewaffneter Raubüberfall im Touristenviertel: Das spanische Nacra-17-Team Echávarri/Pacheco ist am Wochenende in Rio überfallen worden

  Spaniens Olympiasieger Fernando EchávarriFoto: María Muiña/Equipo Telefónica
Spaniens Olympiasieger Fernando Echávarri

Die schlechten Nachrichten aus Rio de Janeiro reißen nicht ab. Am vergangenen Wochenende wurde das spanische Nacra-17-Team Fernando Echávarri und Tara Pacheco in Begleitung ihres Trainers Santi López-Vásques in der Olympiastadt überfallen. Das Trio wurde von fünf Männern mit zwei vorgehaltenen Pistolen bedroht und ausgeraubt. Der beängstigende Vorfall ereignete sich am Morgen des 21. Mai im bei Touristen beliebten Stadtteil Santa Teresa.

  Hier segeln Fernando Echávarri und Tara Pacheco unbehelligt vor Miami. Zuletzt gewann das spanische Erfolgs-Duo die Weltcup-Regatta vor Hyères. Echávarri gewann 2008 olympisches Gold im Tornado. Pacheco ist Doppel-Weltmeisterin im 470erFoto: USSailing
Hier segeln Fernando Echávarri und Tara Pacheco unbehelligt vor Miami. Zuletzt gewann das spanische Erfolgs-Duo die Weltcup-Regatta vor Hyères. Echávarri gewann 2008 olympisches Gold im Tornado. Pacheco ist Doppel-Weltmeisterin im 470er

Während die prominenten Segler körperlich unversehrt blieben, entkamen die Täter mit einer Tasche, in der sich Geld, Dokumente und eine Kamera befanden. Das bestätigte die Polizei vor Ort dem Segelsport-Nachrichtendienst "Scuttlebutt". Nach den Tätern und den gestohlenen Objekten wird gefahndet.

Fernando Echávarri hatte 2008 im Tornado olympisches Gold gewonnen. 2008/2009 skipperte er die "Telefonica Black" im Volvo Ocean Race. Tara Pacheco ist Doppel-Weltmeisterin im 470er. Gemeinsam zählen die beiden Profis zum engeren Favoritenkreis im Kampf um die Olympiamedaillen in der neuen Katamaran-Mixed-Klasse Nacra 17. In einem ersten Statement des spanischen Segler-Verbandes hieß es: "Der Sicherheitsmangel in Rio zählt zu den größten Sorgen der Teams. Nun hat das spanische Team die Gewalt zu spüren bekommen, die drei Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Rio zu Hause ist."

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