Für den WM-Dritten Philipp Buhl war es in drehenden und böigen Winden ein Auftakt nach Maß. Der Laser-Steuermann aus Sonthofen vom Segelclub Alpsee Immenstadt eröffnete die Weltcup-Regatta im kommenden Olympiarevier vor Enoshima mit einem Tagessieg, ließ Rang 10 folgen und lag nach dem ersten Tag auf Platz 2 in der mit 59 Jollen größten Flotte.
Die beiden deutschen Nacra-17-Teams Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer vom Kieler Yacht-Club und Johannes Polgar/Carolina Werner (Norddeutscher Regatta Verein/Kieler Yacht-Club) hatten jeweils einen Crash zu verkraften und in der Nacht auf Mittwoch viel Arbeit vor sich. Für Kohlhoff/Stuhlemmer reichte es mit den aufsteigenden Rängen 9, 7 und 4 trotzdem zu Platz 8. Für die erst 18 Jahre junge Vorschoterin Alica Stuhlemmer ist es die erste Weltcup-Regatta ihrer Karriere. Das Team vermeldete: "Das war ein solider erster Tag hier in Enoshima. Wir haben unsere Leistungen über den Tag steigern können. Unglücklicherweise hatten beide deutschen Boote heftige Kollisionen. Nun haben wir einige Arbeit vor uns, bis wir morgen wieder einsatzfähig sind." Polgar/Werner liegen nach den Rängen 7, 16 (in Folge des Crash) und 26 Punkten für die nicht gestartete dritte Wettfahrt nach den ersten drei Rennen auf Platz 13. Ob ihr foilender Katamaran am Mittwoch startklar sein wird, war am Abend mit Blick auf die schweren Schäden nicht sicher.
Im 49er vergaben die WM-Dritten Tim Fischer/Fabian Graf (Norddeutscher Regatta Verein/Verein Seglerhaus am Wannsee) nach den Rängen 12 und 4 eine noch bessere Platzierung als den achten Rang, weil sie in der dritten Wettfahrt mit 25 Punkten ihren Streicher kassierten. Ebenfalls mit Platz 8 eröffneten die Berliner 470er-Seglerinnen Frederike Loewe und Anna Markfort diese Testregatta zwei Jahre vor den Olympischen Spielen 2020. Auffällig stark agierten zu Beginn der sechstägigen Serie die Briten und Italiener, deren Segler in jeweils drei Klassen die Führung übernommen haben. Unter den Spitzenreitern ist auch Sir Ben Ainslies America's-Cup-Taktiker Giles Scott, der nach längerer Pause wieder im Finn-Dinghy zurück ist und direkt das Kommando übernommen hat.
Die Weltcup-Regatta endet am 16. September mit den letzten Medaillenrennen.

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