Tatjana Pokorny
· 09.08.2018
Lasersegler Philipp Buhl hat bei der Weltmeisterschaft in der dänischen Bucht von Aarhus Bronze gewonnen. Mit Rang drei im souverän gesegelten Medaillenfinale der besten zehn der insgesamt 165 Laser-Steuerleute verdrängte Buhl den Briten Elliot Hanson noch vom dritten WM-Platz. Im Duell um Gold konnte sich der Zypriote Pavlos Kontides gegen den Australier Matthew Wearn durchsetzen.
Im kurios verlaufenden Medaillenrennen hatten anfangs starke Winde und Böen mit bis zu 30 Knoten sowie eine ruppige kurze Welle die Finalteilnehmer gefordert. Der Brite Michael Beckett war schon vor dem Startschuss gekentert. In der zweiten Hälfte der von Buhl klug bestrittenen Wettfahrt ging der Wind dann bis auf fünf, sechs Knoten runter. Als der ohnehin schon an letzter Stelle liegende Buhl-Rivale Hanson auch noch einen Penalty kassierte, war das Duell um Bronze zu Buhls Gunsten entschieden. "Es lief heute sehr wünschenswert", sagte der 28-jährige Sonthofener nach dem Rennen strahlend. "Ich hatte mir zwar den WM-Titel als Ziel gesetzt, aber das ist in einem Feld unserer Stärke ja kein Selbstgänger. Heute bin ich sehr happy über Bronze."
Für das 60-köpfige German Sailing Team war es bei den Welttitelkämpfen aller zehn olympischen Disziplinen und der Kiter mit 1400 Athleten aus 85 Nationen die erste WM-Medaille. Für Buhl ist es nach WM-Bronze (2013) und WM-Silber (2015) bereits der dritte Podestplatz bei Weltmeisterschaften. Seine Zielsetzung bleibt auf Kurs Tokio 2020 unverändert: "Ich will immer noch Weltmeister oder Olympiasieger werden."
Am späten Nachmittag waren im WM-Revier von Aarhus noch die ebenfalls auf Medaillenkurs segelnden deutschen Skiffsegler und die Mixed-Katamaran-Crews gefordert. Sie verpassten die Medaillenzeremonie mit ihrem Teamkameraden, doch viele andere Segler des German Sailing Teams waren dabei, als Philipp Buhl aufs Podium sprang und sich unter dem Beifall Tausender Fans und Zuschauer im Aarhus International Sailing Center seine Bronzemedaille holte.

Freie Reporterin Sport