OlympiaSegelpartner für Olympia – Berlin geht mit Rostock-Warnemünde

Tatjana Pokorny

 · 30.01.2026

Eine Wettfahrt nicht-olympischer Korsare zeigt bildschön Sport, Revier und den Strand von Warnemünde auf einen Blick.
Foto: Pepe Hartmann/Warnemünder Woche
Bislang hatte sich unter den vier deutschen Bewerbern um Olympische Spiele zwischen 2036 und 2044 erst Hamburg und dann auch München mit Kiel-Schilksee bereits für einen Segelpartner entschieden. Berlin und KölnRheinRuhr hatten sich die Wahl zwischen Kiel und Rostock-Warnemünde zunächst offen gehalten. Nun sind in Berlin die Würfel zugunsten eines möglichen Olympiahafens in Mecklenburg-Vorpommern gefallen.

In Berlin ist an diesem 30. Januar der offizielle Startschuss für die Bewerbung um die Ausrichtung für Olympische Spiele gefallen. Die Hauptstadt ist neben Hamburg, München und dem KölnRheinRuhr-Verbund einer von vier nationalen Bewerbern, die Olympia zwischen 2036 und 2044 wieder nach Deutschland holen wollen. Dafür müssen und wollen sich die Bewerber zuerst den Rückhalt zuhause sichern und sich im nationalen Ringen um die aussichtsreiche Bewerbung durchsetzen.

Zwei Segel-Partner für die Olympia-Bewerber

Weil naturgemäß nicht alle Sportarten in den Bewerber-Städten selbst ausgerichtet werden können, haben sie sich Partner gesucht. Das gilt auch für den Segelsport. Früh hatten sich Hamburg zum bereits 1936 und 1972 zweimal erprobten Olympiarevier von Kiel-Schilksee bekannt. München war anfangs offen, entschied sich dann aber auch für Kiel. Auch Berlin und KölnRheinRuhr hatten zunächst sowohl Kiel-Schilksee als auch Rostock-Warnemünde als mögliche Segel-Partnergenannt. In Berlin ist aber jetzt die Entscheidung pro Segeln in Mecklenburg-Vorpommern gefallen.

Bei der offiziellen Eröffnung ihrer Olympia-Kampagne stellten im Velodrom am 30. Januar der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, die Senatorin für Inneres und Sport, Iris Spranger, die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Katharina Günther-Wünsch, sowie Berlins Olympiabeauftragter Kaweh Niroomand vor rund 300 Gästen, darunter 150 Kinder, die ersten neun Kampagnenmotive und das Kampagnenlogo vor.

Im Zentrum der Kampagne “Berlin gewinnt mit Olympia” stehen Slogans wie “Olympia ist ein Berliner.”, “Olympia ist eine Berlinerin.”, “Wir haben da mal was vorbereitet: eine Weltmetropole.” oder “Auf die Plätze. Hürdenlos.”, der sich auf die Olympischen und die Paralympischen Spiele und Inklusion bezieht. Gleichzeitig stellten die Berliner ihre Partner für Sportarten vor, die nicht in oder direkt bei Berlin ausgerichtet werden können. Darunter ist auch der Segelsport.

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Olympisches Segeln vom Strand aus sehen

Auf der Homepage der Berliner Olympiabewerber heißt es unter der Überschrift “Berlin+ Mecklenburg-Vorpommern” zur Entscheidung: “Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den Partnern der ersten Stunde für das BERLIN+-Konzept. Das Land ist mit seiner wasserreichen Landschaft prädestiniert für den Segelsport. Rostock-Warnemünde ist ein renommierter Standort für die internationale Segelsportelite, der ganz besondere Zuschauererlebnisse unmittelbar vom Strand aus garantiert.”

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Das erproben und erfahren jedes Jahr beispielsweise die Teilnehmer der Warnemünder Woche, deren 88. Edition in diesem Jahr vom 4. bis zum 12. Juli steigt. Nach der Entscheidung der Berliner soll nun im Falle ihrer Nominierung als deutscher Bewerber um die Ausrichtung der Spiele die olympische Segelregatta in Rostock-Warnemünde stattfinden. Dort blickt man auf ein sportlich-schönes Revier und könnte dem zusätzlichen Unterkunftsbedarf beispielsweise mit einem Kreuzfahrtschiff begegnen.

Rostock-Warnemünde und die Ostseeküste bieten in unserem dritten Berlin+ Partnerland Mecklenburg-Vorpommern ideale Bedingungen für Segelwettkämpfe auf dem Wasser.” Berlin+

In Berlin geht die Olympia-Bewerbung im Mai/Juni mit dem Beschluss des Abgeordnetenhauses zum Bewerbungskonzept in die nächste Runde. Die Zustimmung für das KölnRheinRuhr-Konzept wird am 19. April in allen beteiligten NRW-Kommunen abgefragt. Die Hamburger stimmen voraussichtlich am 31. Mai darüber ab, ob die Stadt die Olympia-Bewerbung weiterverfolgen soll. In München gab es bereits das Jawort der Bevölkerung.

Das nationale Bewerber-Finale

Der 4. Juni bleibt für alle dann noch aktiven Bewerber die Dealine zur Abgabe der Bewerbungskonzepte an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Am 26. September 2026 wird die DOSB-Mitgliederversammelung den nationalen Kandidaten für die internationale Olympiabewerbung wählen. Damit fällt dann auch die Entscheidung über das Segelrevier, das sich als Gastgeber für eine Olympia-Regatta mitbewerben darf.

Wie Olympia in Rostock-Warnemünde aussehen kann, zeigt der Imagefilm von 2025:

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