49er-WMNicht schnell genug im Zweikampf

Tatjana Pokorny

 · 11.05.2012

49er-WM: Nicht schnell genug im ZweikampfFoto: BMW/Fried Elliot

Die Australier Nathan Outteridge und Iain Jensen sind 49er-Weltmeister. Deutsches Olympia-Duo Schadewaldt/Baumann verpasst Medaillenrennen

Nathan Outteridge und Iain Jensen haben die 49er-Weltmeisterschaft vor Zadar in Kroatien gewonnen. Vize-Weltmeister wurden die Neuseeländer Peter Burling und Blair Tuke vor den Dänen Allan Norregaard und Peter Lang.

Die deutschen Olympiakandidaten Tobias Schadewaldt und Hannes Baumann mussten nach eindrucksvollem Beginn im Finale Federn lassen und reisen mit einer Erkenntnis heim, an deren Ursache sie in den kommenden Wochen intensiv arbeiten wollen. Steuermann Schadwaldt sagte: "Wir sind in Zweikampfsituationen einfach nicht schnell genug. Wir sind schnell, wenn wir ausreichend Platz haben. Wird es aber eng, bekommen wir Probleme. Daran werden wir intensiv arbeiten. Das ist bei unseren Geschwindigkeitstrainings im Winter vielleicht etwas zu kurz gekommen."

Die Analyse entspricht den Ergebnissen. Die Kieler waren fulminant in die Vorrunde der WM-Serie eingestiegen. Mit den Rängen 2-3-5-1-3-8-7-1-3 lag das deutsche Duo zeitweise auf Platz zwei im Feld der 168 Starter. Der Absturz im Finale (7-16-20-24-10-15-11-17) tat entsprechend weh. "Das war eine bittere Pille", sagte Schadewaldt, "wir haben das Medaillenrennen punktgleich mit den neunt- und zehntplatzierten Mannschaften verpasst. Wir müssen unsere Zweikampfstärke in kleinen Feldern deutlich verbessern." Das gilt insbesondere mit Blick auf die olympische Regatta, denn dort wird das Feld der 49er mit nur 20 Teilnehmern noch etwas kleiner sein als in einer Goldflotte mit 25 Startern.

  Olympiakandidaten für 2016: Erik Heil und Thomas PlößelFoto: STG/Brockdorff
Olympiakandidaten für 2016: Erik Heil und Thomas Plößel

Profitieren könnten Schadewaldt/Baumann von ihren jüngeren Sparringspartnern Erik Heil und Thomas Plößel. Für die beiden Berliner verlief die WM-Kurve aufsteigend: Sie konnten in einigen Finalrennen deutlich zulegen und erkämpften sich einen hervorragenden siebten Platz. "Wir haben uns sehr für Erik und Tommy gefreut", sagte Schadewaldt, "die beiden sind sehr zweikampfstark."

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