Olympische Spiele

470er-Europameisterschaft 2021: Deutsche 470er-Segler zum EM-Auftakt in Angriffslaune

Tatjana Pokorny

 · 02.05.2021

470er-Europameisterschaft 2021: Deutsche 470er-Segler zum EM-Auftakt in AngriffslauneFoto: S. Jürgensen/NRV

Das Mixed-Duo Theres Dahnke/Matti Cipra liegt nach drei Rennen auf Platz zwei, die Olympia-Crew Luise Wanser/Anastasiya Winkel trotz Frühstart auf Platz fünf

Die deutschen 470er-Segler sind angriffslustig in die Europameisterschaft vor Vilamoura gestartet: In der neuen, erst ab 2024 olympischen Disziplin 470er-Mixed katapultierte sich die gerade erst neu formierte Crew Theres Dahnke/Matti Cipra nach Rang 16 mit einem Tagessieg und einem zweiten Rang zum Auftakt auf Platz zwei. Dass sich die beiden schon seit Kindertagen im gemeinsamen Plauer Wassersportverein kennen und bestens harmonieren, scheint sich bereits beim ersten großen Regatta-Einsatz auszuwirken.

  Beim Gipfeltreffen vor Vilamoura werden erstmals seit 2019 wieder EM-Medaillen im olympischen 470er vergebenFoto: Jesus Renedo / Sailing Energy / World Sailing
Beim Gipfeltreffen vor Vilamoura werden erstmals seit 2019 wieder EM-Medaillen im olympischen 470er vergeben

Im Feld der in diesem Sommer noch olympischen 470er-Damen ließen sich die gerade für Olympia qualifizierten Luise Wanser und Anastasiya Winkel vom knappen Frühstart im ersten gemeinsamen EM-Rennen nicht aus dem Konzept bringen. Auch nicht davon, dass ihr Trainer Riccardo de Felice sich bei einem Sportunfall nach dem Training mehrere Rippen gebrochen hat und seit Mittwoch im Krankenhaus liegt. Anastasiyas Ehemann und 470er-Steuermann Malte Winkel ist für ihn eingesprungen. Zudem ist die Vorschoterin selbst leicht angeschlagen. Trotz allem rückte das dynamische Duo vom Norddeutschen Regatta Verein nach der Frühstartdisqualifikation mit den Rängen vier und fünf auf Platz fünf vor.

"Was dich nicht umbringt, macht dich härter"

"Was dich nicht umbringt, macht dich härter", hielt Luise Wanser am Abend nach dem ersten Regattatag in der aktuellen europäischen Regatta-Hochburg Vilamoura fest. Und weiter sagte die 23-Jährige aus Hamburg: "Es ist so cool, endlich wieder eine EM zu haben. Die letzte war 2019. Nimmt man alles zusammen, sind wir super happy mit diesem ersten Tag. Natürlich war der Frühstart nicht gut, aber das muss man auch einmal üben: Jetzt eine Woche mit dem Wissen zu segeln, dass man sich keinen Streicher mehr erlauben darf." Unverändert groß ist die Lust aufs Regattasegeln: "Wir freuen uns auf morgen!"

Bei der 470er-EM sind in den drei ausgeschriebenen Wettbewerben insgesamt 81 Teams aus 25 Ländern am Start. Die Qualität ist hoch bei dieser Europameisterschaft: 34 der für die Olympiaregatta qualifizierten Männer- und Frauen-Crews sind aktuell in Portugal im Einsatz. Für die neuen Mixed-Formationen sind es die historisch ersten kontinentalen Titelkämpfe. Hier führen Nitai Hasson und Saar Tamir aus Israel vor Theres Dahnke/Matti Cipra und gleich drei britischen Teams. Im Frauen-Feld sind die Französinnen Camille Lecointre/Aloise Retornaz die Spitzenreiterinnen vor Olympiasiegerin Hannah Mills mit Eilidh McIntyre aus Großbritannien. Bei den Männern liegen die Spanier Jordi Xammar/Nicolas Rodriguez nach Tag eins vorne.

  Olympiasieger und Weltmeister: Die Australier Mathew Belcher und Will Ryan lagen am Sonntagabend nach drei Wettfahrten zunächst auf Platz vierFoto: Jesus Renedo / Sailing Energy / World Sailing
Olympiasieger und Weltmeister: Die Australier Mathew Belcher und Will Ryan lagen am Sonntagabend nach drei Wettfahrten zunächst auf Platz vier

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