Maxi Yacht Rolex CupSegel-Spektakel vor Porto Cervo

Martin Hager

 · 03.09.2026

Der Maxi Yacht Rolex Cup geht in seine 36. Auflage. Der Yacht Club Costa Smeralda veranstaltet die Regatta vom 6. bis 12. September gemeinsam mit der International Maxi Association, Rolex ist Titelsponsor.
Foto: Maxi YachtRolex Cup/Carlo Borlenghi
Der Maxi Yacht Rolex Cup startet am 6. September vor Porto Cervo und verspricht eine Woche Regattaspannung. 43 Yachten und Multihulls ab 60 Fuß Länge stehen auf der Meldeliste. In zwei Klassen geht es zugleich um Weltmeistertitel.

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Der Maxi Yacht Rolex Cup geht in seine 36. Auflage. Der Yacht Club Costa Smeralda veranstaltet die Regatta vom 6. bis 12. September gemeinsam mit der International Maxi Association, Rolex ist Titelsponsor. Nach Angaben des Veranstalters sind derzeit 43 Yachten gemeldet.

Meldeliste Maxi Yacht Rolex Cup Stand 3. September, 18:28 UhrMeldeliste Maxi Yacht Rolex Cup Stand 3. September, 18:28 Uhr

Auf dem Programm stehen Küstenrennen durch die Inselwelt des La-Maddalena-Archipels. Die Maxi-1- und Maxi-Grand-Prix-Flotten segeln zusätzlich Up-and-Down-Kurse vor Porto Cervo. Diese Mischung macht die Woche technisch interessant: Auf den Küstenkursen entscheiden Navigation, Manöver an den Inseln und die Wahl der richtigen Seite. Auf der Bahn zählen Start, Bootsgeschwindigkeit und Manöverqualität.

Zwei Titel, zwei stark besetzte Flotten

In der Maxi-1-Klasse wird die Rolex IMA Maxi 1 Weltmeisterschaft ausgesegelt. Titelverteidiger ist die WallyCento „Galateia“ von David und Chirs Leuschen. Das Boot gewann 2025 nach einem engen Finale vor „Leopard 3“, wie der Rückblick auf den Maxi Yacht Rolex Cup 2025 zeigt.

Zu den angekündigten Gegnern gehören „Leopard 3“, „V“, „Magic Carpet E“, „Tilakkhana“, „My Song“, „Capricorno“ und „Deep Blue“. Damit trifft „Galateia“ auf mehrere Boote, die in Porto Cervo seit Jahren zum engen Favoritenkreis zählen.

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Die zweite Weltmeisterschaft wird in der Maxi-Grand-Prix-Klasse ausgesegelt.

Maxi Grand Prix – Die Königsklasse des Offshore-Segelns

Die Maxi Grand Prix Klasse vereint die schnellsten und technisch anspruchsvollsten Rennyachten im Offshore-Segelsport. Mit einer Länge von mindestens 18 Metern zählen diese Boote zur absoluten Elite des Regattasegelns und begeistern Zuschauer wie Fachwelt gleichermaßen.

Organisiert wird die Klasse durch die International Maxi Association (IMA), die regelmäßig hochkarätige Regatten ausrichtet. Zu den bekanntesten Veranstaltungen zählen der Maxi Yacht Rolex Cup vor der sardischen Küste in Porto Cervo sowie das legendäre Rolex Fastnet Race.

Die Wertung erfolgt in der Regel nach der IRC- oder ORCi-Messformel, die unterschiedliche Bootsgrößen und Designs miteinander vergleichbar macht. Innerhalb der Klasse wird zudem zwischen verschiedenen Divisionen unterschieden, sodass sowohl klassische Offshore-Yachten als auch hochmoderne Supermaxis gegeneinander antreten können.


Giovanni Lombardi Stronatis verteidigt mit seiner Wallyrocket71 „Django 7X“ den Titel. 2025 gewann das damals neue Boot gegen „Jolt“, „Bella Mente“, „Proteus“ und „Jethou“. Diese Gegner stehen auch diesmal wieder auf der Liste, ergänzt um „Balthasar“ und die neue JV76 „Northstar III“ von Peter Dubens.

Gut besetzte Multihull-Klasse

Sechs Mehrrumpfboote sind für die Multihull-Division angekündigt: „Allegra“, „Coco de Mer“, „Gaea“, „Highland Fling 18“, „Layla“ und „Sophia“. „Sophia“ ist nach Veranstalterangaben der erste Trimaran in der Geschichte des Maxi Yacht Rolex Cup. Für die Organisation ist das ein sichtbarer Schritt über die klassischen großen Einrumpfyachten hinaus.

Die Ausschreibung sieht für die Regatta IRC als Wertungssystem vor. In der Supermaxi-Division kommt ORCsy zum Einsatz, bei den Multihulls ORCmh. Die Segelanweisungen und das Regattaprogramm nennen Montag als ersten geplanten Wettfahrttag. Der Donnerstag ist als Reservetag vorgesehen. Die Preisverteilung findet am Samstag, den 12. September, statt.

Porto Cervo bleibt noch eine Woche im Regattamodus

Direkt im Anschluss folgt vom 13. bis 19. September der Rolex Swan Cup. Für das 60-jährige Bestehen von Nautor Swan sind bereits 167 Yachten registriert, das Limit liegt bei 170. Von der restaurierten Swan 36 „Tarantella“ bis zu aktuellen Swan 128 reicht die Flotte laut Veranstalter über sechs Jahrzehnte Werftgeschichte.

Eine Verbindung beider Regatta-Wochen schafft die Swan 65 „Shirlaf“. Die 1976 gebaute Yacht von Giuseppe Puttini startet in beiden Wettfahrten und feiert in Porto Cervo ihren 50. Geburtstag.

Buchtipp

Wettfahrtregeln Segeln 2025–2028 enthält den rechtsverbindlichen Wortlaut der aktuellen Wettfahrtregeln von World Sailing in deutscher Übersetzung. Für Zuschauer erklärt das Buch die Grundlage von Protesten, Wegerechtsentscheidungen und Wertungen. Regattasegler finden darin die Regeln, nach denen auch internationale Veranstaltungen wie der Maxi Yacht Rolex Cup ausgetragen werden. Hilfreich ist der Band besonders, wenn Entscheidungen auf dem Wasser oder am Protesttisch nachvollzogen werden sollen.

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Martin Hager

Martin Hager

Chefredakteur YACHT und BOOTE Exclusiv

Martin Hager ist Chefredakteur der Magazine YACHT und BOOTE EXCLUSIV. Er segelt seit seiner Kindheit, Surfen, Kitesurfen und Wingfoilen ergänzen seit vielen Jahren seinen sportlichen Horizont. Die Liebe zum Wassersport führte ihn zum Schiffbaustudium und von dort im Jahr 2004 in die Hamburger Redaktion des Delius Klasing Verlages. Seine Leidenschaft für den Bootsbau, die Yachtbranche und die spannenden Charaktere, die das Yachting prägen, gibt er mit Freude weiter – sei es in seinen Artikeln, als auch im Gespräch mit Lesern und der Branche.

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