Zum Auftakt dieser Regatta gab es zwei Up-and-Downs und ein Coastal Race über zwölf Meilen. „Der Wind zu den Up-and-Downs war gut in der Stärke, aber mitunter sehr drehend. Insgesamt war es aber handhabbar“, berichtete Wettfahrtleiter Peter Doepgen.
Am Nachmittag schickte er die Crews in beiden Gruppen noch auf ein Küstenrennen über zwölf Seemeilen in Richtung Eckernförder Bucht und zurück. „Bis 18.02 Uhr hatten wir alle im Ziel. Es war nicht ganz einfach, da der Wind zwischendurch komplett einbrach und danach aus entgegengesetzter Richtung wieder einsetzte. So hatten wir die besondere Situation, dass die Yachten unter Spi lossegelten und später unter Spi wieder zurückkamen“, so Doepgen.
Bei den großen Yachten zeigte die einzige internationale Yacht unter den elf Teilnehmern auf den Up-and-Downs eine starke Performance. Der Däne Peter Buhl fuhr mit seiner „Sirena“ zwei Siege ein. Im Coastal Race kassierte er zwar einen siebten Rang, kann den aber momentan streichen, um an der Spitze zu bleiben. Zwei kurze Aufs und ein tiefes Ab gab es für die „Halbtrocken 4.5“ von Michael Berghorn (Kiel) und seiner Crew. Bei den Up-and-Downs zweimal top, gab es im Coastal Race einen letzten Platz für die Weltmeister von 2021. Sie wahren aber vorerst den Silberrang vor der „Passion X“ vor Andreas Wulfes (Bremen).
In der Gruppe der kleineren Yachten gibt es ein bekanntes Boot an der Spitze. Die „Immac Fram“ von Kai Mares (Dänischenhagen) übernahm mit zwei Siegen in den Up-and-Downs und einem geteilten fünften Platz im Coastal Race die Führung. Die Mares-Crew war viele Jahre die Seriensiegerin Deutschlands, hatte die Saison zuletzt aber im Mittelmeer verbracht. „Wir haben die Yacht erst am Freitag bei Knierim in Kiel ins Wasser gesetzt und die beiden vergangenen Tage etwas trainiert – soweit es bei dem schwachen Wind ging“, so Mares. „Unser eingespieltes Bootshandling hat sich auf den Up-and-Downs sofort ausgezahlt. Wir sind daher sehr zufrieden, denn die Zeit im Mittelmeer sollte uns noch mal einen Schub vorwärts bringen. Bis zur WM im August ist aber noch Luft nach oben.“
Hinter der „Immac Fram“ nehmen das Nachwuchsprojekt des Kieler Yacht-Clubs, die „Freya“ mit Skipper Nick Heuwinkel, und die erfahrene Mannschaft von Torsten Bastiansen auf der „Xen“ (Flensburg) die Plätze ein.