YACHT
· 28.03.2024
Die traditionelle Aalregatta zum Auftakt am Sonnabend (22. Juni) endet erstmals mit einem Hafenfest beim Segelclub Eckernförde (SCE). Der Senatspreis für Zweiermannschaften soll am Mittwoch (26. Juni) vor den letzten Wettfahrten zum Kiel Cup gestartet werden und voraussichtlich nach Dänemark führen. Das Silberne Band zum Abschluss mit Start Freitagabend (28. Juni) steht wieder allen Seesegelcrews offen. Bis Ende April profitieren die teilnehmenden Teams noch vom reduzierten Meldegeld.
Wenn am Morgen des ersten Kieler-Woche-Tags rund 200 seegehende Yachten aus der Innenförde Kurs Eckernförde steuern, beginnt in Kiel.Sailing.City auf dem Wasser bereits die fünfte Jahreszeit. Zur Aalregatta säumen früh aufstehende Gäste die Kiellinie und schauen gespannt, welche Boote in ihren Startgruppen den Bug vorn haben. „Das ist immer gleich ein Höhepunkt zu Anfang und ein Bild vor der Skyline der Landeshauptstadt, das um die Welt geht“, wirbt Regattaorganisationsleiter Dirk Ramhorst vom federführenden Veranstalter Kieler Yacht-Club (KYC) für den neuntägigen Großevent.
Wer die schnellsten Yachten schon an der Ziellinie vor Eckernförde abfangen will, muss sich sogar auf dem Landweg sputen. Wobei der zehn Jahre alte Streckenrekord des MOD70-Trimarans „Musandam-Oman Sail“ von einer Stunde, 47 Minuten und 22 Sekunden nur bei optimalen Wind- und Wellenbedingungen von einem entsprechend schnellen Boot unterboten werden dürfte. Das First Ship Home, also das erste Schiff im Ziel, wird 2024 hinter der Linie erstmals nach rechts in den gerade umfangreich neu gestalteten Hafen des SCE abbiegen. An der neuen Steganlage gibt es nicht nur den traditionellen Räucheraal für jede Crew, sondern bestimmt auch ein Einlaufgetränk vom Bierwagen aus dem Hafenvorfeld. Schon vor der Siegerehrung in der Halle ist Partymusik für die Aktiven geplant. So soll der Regatta eine neue Heimat zum Feiern gegeben werden, verspricht SCE-Vorsitzender Werner Trapp.
Das Unwetter vom Oktober 2023 wird seine Spuren auch bei der Kieler Woche hinterlassen. Während der Hafen Kiel Schilksee wieder in Betrieb gehen konnte, wird, ähnlich wie in der Marina Damp, der Hafen Schleimünde wohl zumindest in diesem Jahr nicht wieder geöffnet werden, womit er voraussichtlich als Etappenziel des Senatspreises ausfällt. „Wir liebäugeln mit Lyø oder Marstal in der Dänischen Südsee als Alternativen“, erklärt Wettfahrtleiter Ralf Paulsen, „dort gibt es gut geeignete Grillplätze für das Abendprogramm.“ Gestartet wird diesmal am Mittwoch um 10.30 Uhr auf der Seebahn, da die teilnehmenden Double-handed-Teams üblicherweise ohnehin nicht beim parallel zu Ende gehenden Kiel Cup mitsegeln. Die Rückregatta ist dann am Donnerstag (27. Juni) vorgesehen, wobei das Ziel noch festgelegt werden muss, nachdem auch der Kiel-Leuchtturm noch von schweren Schäden aus der Sturmnacht gekennzeichnet ist.
So dürfen sich alle Zweiercrews noch einmal ausruhen, die auch beim Silbernen Band der Kieler Woche über zirka 140 Seemeilen dabei sein wollen, das erneut am frühen Freitagabend entweder auf Bahn Alpha oder aus der Strander Bucht heraus gestartet werden soll. „Wer bis zum 30. April meldet, spart mindestens 50 Euro Meldegeld“, so ein Tipp von Paulsen; beim Kiel Cup nach ORC und dem X-99 Gold Cup sind es sogar 100 Euro. Das macht je nach Bootslänge bis zu fast 30 Prozent aus. Und wer beim Seesegel-Saisonstart, der MaiOR (Mai Offshore Regatta) für ORC, Yardstick, J/24 und J/70 vom 3. bis 5. Mai dabei sein will, sollte die Osterwoche nutzen: Bis 7. April gilt noch das reduzierte Meldegeld. Die Meldung erfolgt auch für die Kieler Woche über das Portal manage2sail.com.