Auf jeden Fall. Große Felder haben die Kieler Woche immer geprägt und tun es weiter. Ich glaube, es wird eine tolle Woche!
Ja, sicher. Der Ocean-Race-Fly-by hat natürlich zunächst einmal für Kiel Sailing City geworben, zu deren Aushängeschildern aber die Kieler Woche zählt. Mit dem Besuch der Ocean-Race-Flotte am 9. Juni wurden Erinnerungen wach an den Sieg der „Illbruck“ 2002, als Hunderttausende am Strand standen und Gänsehautstimmung herrschte.
Wenn ich die Kieler Woche erleben und Cooles sehen will, dann gehe ich ins Olympia-Zentrum. Dort kommt man direkt mit den Seglern in Kontakt. Dank starker Partner wird der Sport vielseitig und lebendig präsentiert.
Da ist das professionelle Organisationsteam um Sven Christensen von Point of Sailing. Dazu der engere Kreis – vielleicht 16, 17 Leute, die den Regattaausschuss mit den Ressorts bilden. Und 350 bis 400 Ehrenamtliche an Land und auf dem Wasser. Getragen wird die Kieler Woche von drei Clubs: dem Kieler Yacht-Club, dem Norddeutschen Regatta Verein und dem Verein Seglerhaus am Wannsee.
Ja, aber darauf kann man sich nicht ausruhen. Wir haben tolle Partner und werden in der Vermarktung einen weiteren großen Schritt machen, weil wir mit dem Fernsehsender Sport 1 in Verbindung mit Audi täglich nicht nur Kieler-Woche-TV im Internet und über die Kieler Kanäle bringen, sondern auch drei Stunden Live-TV in deren Kanälen haben. Das gab es noch nie.
Der erste Traum geht jetzt in Erfüllung: Wir sind wieder Weltcup und wollen uns da stabilisieren.
Wir verstehen uns blind, sind ein Dream-Team mit der Trofeo Princesa Sofía, der Semaine Olympique Française und den Holländern, in diesem Jahr durch die WM aller olympischen Segeldisziplinen in Den Haag vertreten. Wir haben den Weltcup gemeinsam wiederbelebt. Wir geben mit unserer Historie, großem Programm und großen Feldern den Mehrwert. Der Weltverband befindet sich im Umbruch und im Neuaufbau. Deswegen ist das, was wir über die Regattawochen-Klassiker tun, enorm wichtig, um den Sport zu definieren.
Ein großes Thema ist der geplante Nationalpark Ostsee. Wir wollen darstellen, dass die Kieler Woche und der Segelsport in der Ostsee nicht im Widerspruch zu Umwelt- und Naturschutz stehen.
Im Verband hatte ich ein anspruchsvolles Lehrjahr, weil ich die Vizepräsidentschaft gleichzeitig mit meinem neuen Job übernommen habe. Das hatte ich unterschätzt. Da bin ich noch nicht so weit gekommen, wie ich eigentlich gehofft hatte. Ich möchte in Zukunft mehr Kontakte aus Industrie und Wirtschaft reinbringen, um noch mehr Perspektiven für die Athleten zu schaffen. Die Arbeit für die Kieler Woche ist mein Jungbrunnen. Daraus ziehe ich die Energie, die mir an anderen Stellen im Beruf und auch im Verband hilft.

Freie Reporterin Sport