Definitiv! Mein Schreibtisch bietet 200-Grad-Meerblick. Ich bin viel an der frischen Luft und arbeite in einem tollen Team. Viele freundliche Gäste machen es einem leicht. Das macht Spaß. Ich war zu Beginn des Jahres krank. Da haben mich viele gute Wünsche auch zu Hause erreicht. Das ist ein schönes Lob und Bestätigung für unsere Arbeit.
Nein, das macht die Firma Point of Sailing. Die Zusammenarbeit mit dem Team um Sven Christensen, dem wir die geräumten Stege übergeben, funktioniert sehr gut. Die Schiffs- und Jolleneigner erhalten im Regattabüro der Kieler Woche zu ihren Startnummern und -unterlagen die Information zum zugeteilten Liegeplatz.
Na, möglichst dicht an Land (lacht). Dann müssen sie weniger laufen. Und die Wege zur Backfischbude und den anderen Ständen sind kürzer.
Schilksee zählt zu den beliebtesten Häfen an der Förde. Dass die Liegeplätze hier zu Großveranstaltungen geräumt werden müssen, wissen alle. Es klappt in der Regel recht reibungslos. Zur Kieler Sporthafen GmbH gehören neun Häfen. Wir sind mit den anderen acht gut vernetzt. Wir haben sogenannte Räumungslisten und verschieben die Boote in andere Häfen. Wir konnten in der Vergangenheit fast immer alle versorgen.
Es bleiben immer mal welche übrig, die das Verholen vergessen. Wir haben für Notfälle eine Firma, die Landlieger dann kostenpflichtig wegfährt. Bei Wasserliegern muss man hinterhertelefonieren. Das ist etwas leichter, weil es vereinsgebundener funktioniert. Da hilft einer dem anderen.
Das kann man so sagen. Wenn am Samstagmittag bei der Kieler Woche einer sagt, dass aus den Duschen nur kaltes Wasser kommt, muss man schnell aktiv werden können.
Das dauert bei mir lange. Mein Glas ist immer halbvoll. Was nerven kann, ist, wenn man Leuten Dinge zum vierten oder fünften Mal erklären muss. Wenn jemand seinen Fäkalientank beispielsweise ohne Münze einzuwerfen auf eine geschlossene Klappe entleert, müssen wir das wegmachen. Das tun wir, aber die Freude darüber hält sich in Grenzen.
Ja, mit allen. Wir haben den DSV-Stützpunkt bei uns im Hafen. Die Nationalsegler sind sehr erfolgreich. Da man viele von Beginn an kennt, ist es schön, sie bei der Kieler Woche zu erleben. Oder man kriegt mit, dass jemand bei Boris Herrmann an Bord segelt, mit dem man schon gefeiert hat. Der Segelsport ist schon eine große Familie und der Hafen in Schilksee ein tolles Zuhause dafür.
Diese unglaubliche Vielfalt! Ich bin in Kiel großgeworden, kenne die Kieler Woche schon von Spiellinie und von Partys in der Jugendzeit. Als Segler mag ich den Sport. Ich war bereits als Kind viel auf dem Wasser, habe im Opti segeln gelernt. An der Schlei bin ich erst Jollen und dann Dickschiff mit einem Kumpel gesegelt, später erst als Gast und dann als festes Crewmitglied auf Großseglern wie der „Twister“ oder der „Avatar“. Wasser und Segeln sind für mich wichtige Bestandteile meines Lebens. Die Kieler Woche ist und bleibt mit den vielen Gästen aus der ganzen Welt etwas ganz Besonderes.

Freie Reporterin Sport