125. Kieler WocheEtwas kürzer als sonst: das Silberne Band der Kieler Woche

Tatjana Pokorny

 · 28.06.2019

125. Kieler Woche: Etwas kürzer als sonst: das Silberne Band der Kieler WocheFoto: www.segel-bilder.de / Kieler Woche

Flaue Winde haben die Wettfahtleitung bewogen, die den 120-Seemeilen-Klassiker um 20 Seemeilen zu verkürzen. "Desna", "Piranha" und "Quiron" machen das Rennen

Nach sechs Tagen Kaiserwetter setzen die flauen Winde dem Kieler-Woche-Programm nun schon am zweiten Tag in Folge zu. Während viele Olympiasegler im Olympiazentrum Kiel-Schilksee auf Neuigkeiten zu eventuellen Rennstarts warteten, segelten 27 Yachten über Nacht um das silberne Band. Dabei zeigte die Wettfahrtleitung Erbarmen mit den Seeseglern.

  Die Szene auf der Innenförde mit der späteren Silberband-Siegerin "Desna" fing Kieler-Woche-Fotograf Christian Beeck einFoto: www.segel-bilder.de
Die Szene auf der Innenförde mit der späteren Silberband-Siegerin "Desna" fing Kieler-Woche-Fotograf Christian Beeck ein

Zehn Knoten Wind schoben die "Desna" am Freitagmorgen als erstes Boot gegen 8 Uhr morgens durch das neu gelegte Zielgate. Die Wettfahrtleitung hatte sich für eine Bahnverkürzung um etwa 20 Seemeilen entschieden und die Dickschiffe nach 100 Meilen die Ziellinie bei bereits bei Langeland Süd passieren lassen. Die zweitschnellste Yacht war die "Farr-Laessig" von Martin Balke .

"Wir wollten sie sicher ins Ziel holen und nicht ins Windloch fahren lassen", erklärte Wettfahrtleiter Ralf Paulsen die Entscheidung zur Bahnverkürzung. Zu dem Zeitpunkt hatten die Segler bereits eine schwierige Nacht hinter sich. Im Svendborgsund hatten sie mit starkem Gegenstrom zu kämpfen. Zwei Boote liefen auf Grund und mussten freigeschleppt werden. Das bedeutete die Disqualifikation für "Harp8", die in der Wertung der Double Hand Offshore Challenge startete, und "Equity Kicker".

Die "Desna" mit Sven Wackerhagen (Kiel) am Steuer brauchte 13 Stunden und 22 Minuten, bis sie die Ziellinie überquerte. Das reichte auch nach berechneter Zeit für den Sieg in ORC I. Anders sieht es bei Michael Schulz (Braunschweig) und seiner Crew auf der "Farr-Laessig" aus. Sie waren zwar mit 14 Stunden und 17 Minuten das zweite Boot im Ziel, mussten aber in der Berechnung einen größeren Verlust als andere hinnehmen und landeten so auf dem siebten Platz. Sieger in der ORC II Wertung wurde Christian Rönsch (Hamburg) mit der "Piranha". Im Feld der kleineren Yachten der ORC III+IV machte Hauke Moje (Kiel) mit der "Quiron" das Rennen. Unter den Yachten, die ohne ORC unterwegs waren, konnte Jochen Heinz (Flintbek) mit der "Io" den Sieg ersegeln. Mit dem Silbernen Band ging auch die Double Hand Offshore Challenge zu Ende. Nach drei gesegelten Rennen entschieden Johannes Christophers (Hamburg) und Coriolan Rousselle auf "Fliege" die Premiere für sich. Auf Platz zwei segelten Rasmus Töpsch und Andreas Deubel auf der L30 "Sharifa". Knut Freudenberg und Nils Reichert brachten ihre "Halbtrocken" nach drei Rennen als dritte ins Ziel.

  Andreas Deubel und Rasmus Töpsch segelten in der neuen Double Hand Offshore Challenge mit der L30 "Sharifa" auf Platz zweiFoto: tati
Andreas Deubel und Rasmus Töpsch segelten in der neuen Double Hand Offshore Challenge mit der L30 "Sharifa" auf Platz zwei
  Segelte mit Fabian Buhse auf dessen Mini "Vmax" beim Silbernen Band in ORC III + IV auf Platz vier: Transat_Seglerin Lina Rixgens heuerte bei Buhse an, weil der Mast ihres eigenen neuen Bootes Verspätung hatteFoto: TO/K.Panzer
Segelte mit Fabian Buhse auf dessen Mini "Vmax" beim Silbernen Band in ORC III + IV auf Platz vier: Transat_Seglerin Lina Rixgens heuerte bei Buhse an, weil der Mast ihres eigenen neuen Bootes Verspätung hatte

Ursprünglich hatte auch Lina Rixgens mit ihrer neuen Mini 6.5 bei der Double Hand Offshore Challenge starten wollen, doch die Mastlieferung verzögerte sich. "Ich finde es super schade, da ich es fest eingeplant hatte und bei diesem Event die ersten Teststrecken mit dem Boot segeln wollte." Nun verschiebe sich alles bis zur Travemünder Woche. Am 19. Juli sei die Bootstaufe geplant und danach gehe es zu den ersten Segeleinheiten, zeigte sich Lina Rixgens optimistisch, dass der Mast bis dahin endlich angekommen ist. "Ich habe dann die Einladung zum Mitsegeln auf einer anderen Mini zum Silbernen Band bekommen", erklärt sie. Zusammen mit Fabian Buhse ging sie auf die Strecke. "Es war insgesamt ganz gut. Aber der Kurs war für unseren Mini nicht besonders tauglich."

Hier geht es zu den Ergebnissen für das silberne Band der 125. Kieler Woche.

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