Als wären die Vorgänge rund um den America’s Cup in San Francisco nicht schon bizarr genug, kommt nun noch ein Autounfall mit tödlichem Ausgang im Yachthafen von Marina Green hinzu. Der dramatische Einsatz einer Handvoll junger Segler, die eine selbstlose Rettung wagten, blieb dabei unbelohnt.
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Am Freitag kurz nach 17 Uhr Ortszeit fuhr ein grauer Minivan mit etwa 30 km/h ungebremst über die Parkplatzabgrenzung hinaus und stürzte in das Hafenbecken, in dem die AC45-Kats während der America’s-Cup-World-Serie verankert waren und wo sich ein Großteil der Zuschauertribünen für den America’s Cup aufgebaut sind.
Das Team American Youth Sailing Force, das die gastgebende Stadt San Francisco beim Youth America’s Cup vertreten wird, war gegenüber im Golden Gate Yacht Club zu einem Fundraising versammelt. Durch Augenzeugen alarmiert, sprangen sechs Segler sofort in ein Motorboot und rasten zur Unfallstelle, etwa 300 Meter entfernt. Drei Mann sprangen ins Wasser, um der eingeschlossenen Fahrerin zu Hilfe zu kommen.
"Das Auto ging vornüber unter, doch das Dach war noch an der Wasseroberfläche”, erzählte Teamkapitän Ian Andrewes dem Lokalsender ABC7, der eine kurze Sequenz eines Video zeigte, das Andrewes’ Bruder von der versuchten Rettungsaktion per Telefon aufnahm. "Vor dem Versinken (des Wagens) waren drei von unseren Jungs mit Werkzeug im Wasser und begannen, die Heckscheibe einzuschlagen, was aber nicht vollständig gelang.”
Hilflos mussten die Segler und zahlreiche Schaulustige mit ansehen, wie das Auto samt Fahrerin im Hafenbecken versank. Die herbeigerufenen Einsatzkräfte und Rettungstaucher der Feuerwehr versuchten das Wrack zu bergen, doch einsetzende Dunkelheit und starker Strom zwangen zum Abbruch. Erst am Samstagvormittag konnten Auto und der Leichnam der Fahrerin geborgen werden, die Diabetikerin gewesen sein soll.
Über die Ursache des Unglücks gibt es noch keine Angaben.