Nach einem Regentag an Land gab’s gestern bei der zweiten Sichtung für den Youth America’s Cup in San Francisco ein dichtes Programm. Alle Teams hatten zweimal Gelegenheit, die Einführungsrunden auf einem AC45-Kat zu drehen und sich für die Selektionsregatta vorzubereiten. Die Teams, die diesmal dabei sind, stammen aus Argentinien, England, Italien, Neuseeland, Portugal und der Schweiz.
Dabei machen die jungen Segler genau das mit und durch, was ihre deutschen Kollegen letzte Woche auf dem Zettel hatten: Videos gucken, Manöverabläufe durchsprechen und dann die Theorie mit Drills auf dem Wasser umsetzen, bis die Handgriffe automatisiert sind und keiner mehr auf dem Schlauch steht. Es ist eine steile Lernkurve, aber die Eindrücke, die die Segler von diesen Booten auf diesem Revier bekommen, sind so überwältigend, dass sich niemand beklagt.
"Zu Beginn dauerte es ein wenig, bis wir uns in den zugedachten Rollen und mit Manövern zurechtfanden”, erklärte Finn Drummond, der 21-jährige Skipper der Kiwis, dessen Vater Mike ein bekannter AC-Designer ist. " Aber dann gewöhnten wir uns dran, und es fühlte sich ganz natürlich an. Ein starker Tag, einfach Wahnsinn.”
Das STG/NRV Youth Team, das sich letzte Woche mit einer starken Vorstellung von San Francisco verabschiedete, sitzt derweil auf Nadeln. Die Entscheidung, welche vier Teams von den zwölf Bewerbern im September an den Start gehen dürfen, fällt am kommenden Wochenende, unmittelbar nach Abschluss der laufenden Selektion.