Youth America's CupDas Beste kommt zum Schluss

Dieter Loibner

 · 15.02.2013

Youth America's Cup: Das Beste kommt zum SchlussFoto: YACHT/Jen Edney
Top: Das STG/NRV Youth Team empfahl sich mit einem starken Schlusstag für Höheres
Das STG/NRV Youth Team wahrte am Schlusstag der Sichtungsregatta zum Red Bull Youth-AC mit den Rängen 1, 2, 1 die Chance auf den Aufstieg

Bei mäßigem Wind und Strom ging gestern die erste Sichtungswoche für den Red Bull Youth America’s Cup zu Ende, das deutsche Team setzte seinen Aufwärtstrend konsequent fort. Der seltene Nordwind und die Ebbe auf dem Regattakurs bei der Southampton-Untiefe vor Richmond meinten es gut mit den STG/NRV-Seglern. Angeführt von Skipper Philipp Buhl, dem frischgebackenen STG-Awards-Sieger, und Steuermann Erik Heil, ließ man mit zwei Laufsiegen und einem zweiten Platz nichts anbrennen.

In der nur inoffiziell geführten Punkteliste beendete STG/NRV gemeinsam mit den Neuseeländern die Serie mit 16 Punkten, wobei sie mit insgesamt fünf die meisten Laufsiege aller Teilnehmer für sich verbuchen konnten. Dahinter dann die erstarkten Dänen, die als Underdogs mit einer kleinen Truppe ohne Coach angereist waren, und die Österreicher, die jeweils 18 Punkte und drei Laufsiege auf dem Konto hatten. Überraschend kam der Einbruch der Australier, die am ersten Tag noch dominierten, aber gegen Schluss patzten und so mit 19 Zählern nur einen Platz vor den Südafrikanern blieben.

  Länderspiel: Deutschland (r.) gegen Österreich. Knapper als beim FussballFoto: YACHT/Jen Edney Länderspiel: Deutschland (r.) gegen Österreich. Knapper als beim Fussball

Für Jollensegler, wie die meisten es ja sind, war die Kommunikation und Koordination auf einem AC45-Kat mit Flügelrigg ein Lernprozess, den Buhl wie folgt beschreibt: „Am Anfang war mehr Stress, da gab’s noch Unsicherheiten. Am Ende wusste aber jeder, was er genau zu machen hatte, jeder konnte sich auf den anderen verlassen." Die Starts klappten besser, Heil fand seine Stimme, um die Manöver einzuzählen, und das Gefüge der gesamten Segelcrew festigte sich. „Am ersten Renntag waren die Köpfe noch zu sehr im Boot, da passierten noch einige Fehler, doch das wurde mit jedem Tag besser. Wir haben viel besprochen und (die Erfahrungen) ausgewertet”, zog Team-Direktor Markus Koy Bilanz. „Wir wissen zu dem Zeitpunkt nicht, ob wir weiter sind, doch wir haben sowohl auf dem Wasser wie auch an Land ein ordentliches Bild abgegeben.”

  Zirkus: Freerunner Ryan Doyle, vom Sponsor eingeflogen, zeigt seine Kunststücke an der DwarstonneFoto: Gilles Martin-Raget/ACEA Zirkus: Freerunner Ryan Doyle, vom Sponsor eingeflogen, zeigt seine Kunststücke an der Dwarstonne

Von den Veranstaltern wurde zuvor bekanntgegeben, dass der Gesamteindruck der Teilnehmer bewertet wird, der sich zu 60 Prozent aus den Ergebnissen auf dem Wasser und zu je 20 Prozent aus „Teamgeist” und den konkreten Zukunftsplänen bis zum eigentlichen Wettbewerb zusammensetzen, der vom 1. bis 4. September ebenfalls auf der San Francisco Bay stattfinden wird. Viel wird auch davon abhängen, wie die sich die anderen Kandidaten schlagen, die kommende Woche zur Sichtung eingeladen werden. Diese Teams vertreten Argentinien, Großbritannien, Italien, Neuseeland, Portugal und die Schweiz.

  Lernkurve: Die Starts des STG/NRV-Teams waren am Schluss besser, und das zeigte sich am ErgebnisFoto: YACHT/Jen Edney Lernkurve: Die Starts des STG/NRV-Teams waren am Schluss besser, und das zeigte sich am Ergebnis

Die Entscheidung, welche Teams letztendlich zum Youth America's Cup eingeladen werden, soll am 25. Februar fallen.

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