Regatta-News"Wegen Rechtsstreitigkeiten geschlossen"

Carsten Kemmling

 · 08.08.2004

Frank Schönfeld hat die B-Linghi-Website nach Strafandrohung vom America's-Cup-Management vorerst dicht gemacht

Nachdem der von Segelmacher Frank Schönfeldt und Tim Kröger gegründete deutsche America's-Cup-Fanclub B-Linghi den Namen bereits in Operation B geändert hat, um angekündigten Streitigkeiten wegen der Nähe zu Alinghi aus dem Weg zu gehen, gibt es jetzt neuen Ärger.

Das America's-Cup-Management (ACM) verbietet Schönfeldt, mit dem Schriftzug "America's Cup 2007" auf der Website www.operation-b.de und auf Shirts zu werben.

Der Begriff sei rechtlich geschützt. Schönfeldt reagierte mit Unverständnis. "Wie soll man eine Kampagne starten, wenn man nicht mit dem Namen werben darf. Soll ich schreiben: Wir würden gern bei einer berühmten Regatta dabei sein, die bald in der Nähe von Valencia stattfindet?" Der Hamburger Anwalt Dirk Borgwart, Teilnehmer bei der vergangenen DCNAC, hält das Vorgehen für "kleinkariert" und hofft, das Problem "auf freundschaftlichem Niveau" zu lösen.

Auch sonst ist die Initiative, die deutsche America's-Cup-Begeisterung symbolisieren soll, ins Stocken geraten. Besuchten kurz nach der Gründung im Dezember 2003 1000 Fans täglich die Website, so trifft sich heute nur noch ein harter Kern von 60 Unentwegten. "Es gibt einige gute Design-Ideen von Universitäten. Und PR-Initiativen. Aber es kommt zurzeit zu wenig in den Medien. Der Cup ist noch zu weit weg, um Aufmerksamkeit zu schüren", sagt Schönfeldt.

Das Spendenkonto steht bei 5.500 Euro. "Die Hoffnung", sagt Schönfeldt, "stirbt zuletzt."

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