Regatta-NewsChris Dickson wird beim Cup nicht segeln

Lars Bolle

 · 27.02.2002

Regatta-News: Chris Dickson wird beim Cup nicht segelnFoto: Oracle Racing

Der dreimalige America’s-Cup-Teilnehmer und dreimalige Match-Race-Weltmeister bleibt an Land

Oracle Racing, das America’s-Cup-Herausforderersyndikat von Softwaretycoon Larry Ellison hat bestätigt, das Chris Dickson, einer der weltbesten Match-Racer, aus dem Sailing Team genommen wurde.

  Chris DicksonFoto: Oracle Racing
Chris Dickson

Das ist bereits der zweite, teaminterne Bootsverweis für einen Segelpromi, nachdem Paul Cayard dasselbe passiert war.
Teammanager Bill Erkelens sagte, dass Dickson „andere Plichten im Tam übernehmen werde“. „Chris war über 25 Jahre einer der führenden Segelprofis der Welt, und ich kann versichern, dass er sein Wissen über die Aktivitäten der Herausforderer über die verbleibenden Monate weiter beisteuern kann.“
Dickson wurde einem vorbereiteten Statement zitiert: „Obwohl ich es vorziehen würde, auf dem Wasser zu sein, bin ich froh, den Bereichen zugeteilt zu sein, von denen das Team meint, dass ich am meisten helfen könnte. Oracle Racing hat ein fantastisches Team mit vielen Talenten und ich werde dort arbeiten, wo Larry Ellison und seine Berater glauben, dass ich am meisten tauge.“
Der Positionswechsel habe nichts mit persönlichen Auseinandersetzungen zwischen Ellison und dickson zu tun, hieß es, sonder vielmehr mit Differenzen zwischen Dickson und der Crew. Über viele Jahre war Dickson eine feste Größe in Ellisons Segelaktivitäten, schon lange vor der America’s-Cup-Kampagne. Beispielsweise steuerte er Ellisons Maxi „Sayonara“ sicher durch das tragische Sydney-Hobart-Race 1998 zum Sieg. Auch seien die Havarien beim Training, der zweimalige verlust des Kiels und ein Mastbruch, nicht ausschlaggebend gewesen.
Heißer Anwärter auf den Posten des Steuermanns ist jetzt der Schwede Peter Holmberg, ebenfalls einer der weltbesten Match-Racer.

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