America's Cup

Regatta: America’s Cup: Reglement für späte Herausforderer steht

Tatjana Pokorny

 · 04.03.2019

Regatta: America’s Cup: Reglement für späte Herausforderer stehtFoto: America's Cup

Verteidiger und Challenger of Record haben das Protokoll für die 36. Auflage ergänzt und damit die Teilnahme-Chancen für die späten Herausforderer erhöht

Und der Gewinner ist: die 36. Auflage des America's Cup! So zumindest haben Verteidiger und Challenger of Record (erster Herausforderer und Verhandlungsführer aller Herausforderer gegenüber dem Verteidiger in einem jeweiligen Cup-Zyklus) das Ergebnis ihrer Verhandlungen in der vergangenen Woche im neuseeländischen Auckland in einer gemeinsamen Presserklärung bewertet. In der "City of Sails" waren Patrizio Bertelli als CEO der Prada-Gruppe und Vorsitzender des italienischen Challenger of Record sowie Vertreter der neuseeländischen America's-Cup-Verteidiger zu Gesprächen und der Klärung einer Reihe von Streitpunkten zusammengekommen, von denen einige bereits vor dem Schiedsgericht gelandet waren.

Insbesondere ging es um einen Schiedsgerichtsfall, der am 12. Februar bezüglich der Gültigkeit der späten Herausforderer offiziell geworden war. Die Einigung von Verteidiger und Challenger of Record ermöglicht nun die Akzeptanz der drei Last-Minute-Herausforderer aus Holland (DutchSail AC36), Malta (Malta Altus Challenge) und Amerika (Stars & Stripes Team USA), den Aufschub der von ihnen laut ursprünglichem Protokoll geforderten Zahlungen und damit zumindest bessere Chancen, ihre notwendigen Budgets einzuwerben und die Startlinie der Herausfordererserie auch tatsächlich zu erreichen. Der zwischen Verteidigern und Challenger of Record erreichte Vergleich soll den Weg für den von Prada präsentierten 36. America's Cup und sein Vorspiel mit möglichst vielen Herausforderern ebnen.

  Neuseelands Boss Grant DaltonFoto: Gilles Martin-Raget/ACEA
Neuseelands Boss Grant Dalton

Grant Dalton, CEO des Emirates Team New Zealand, sagte für die Verteidiger: "Wir haben Herrn Bertelli in Neuseeland willkommen geheißen und schätzen sein positives Engagement für den Event. Wir teilen ein übergreifendes Verlangen nach diesem Event im Jahr 2021 ebenso wie nach allen vorgeschalteten Veranstaltungen, um als bester America's Cup in Erinnerung zu bleiben, den es je gab." Weiter sagte Dalton: "Es ist kein Geheimnis, dass es einige ausstehende Probleme gab, die zu klären waren. Aber die Tatsache, dass Herr Bertelli sich die Zeit genommen hat, persönlich nach Auckland zu kommen, ist der Beweis für den gegenseitigen Respekt, der zwischen uns herrscht, der auch der Veranstaltung insgesamt gilt. Deswegen ist der Weg nun frei für die späten Starter, die ihre Kampagnen für den Startversuch aufbauen können. Verteidiger und Challenger of Record werden ihnen jede nur erdenkliche Unterstützung gewähren."

  Prada-Boss Patrizio BertelliFoto: ACEA/G. les Martin-Raget
Prada-Boss Patrizio Bertelli

Patrizio Bertelli sagte: "Die in Auckland verbrachte Zeit war sehr wichtig für mein Verständnis davon, wie wir unseren Event bestmöglich in die neuseeländische Kultur integrieren können. Das alles sendet ein starkes Signal der Freundschaft und der Kooperation für die kommenden Monate." Mehr Fakten zu den Vorregatten sollen in Kürze bekanntgegeben werden. Die ersten neuen Cup-Yachten dürfen ab 31. März 2019 zu Wasser gelassen werden. Die Prada-Cup-Herausfordererserie wird nach den noch nicht festgelegten Regatten der America's-Cup-Weltserie 2019/20 im Februar 2021 ausgetragen. Das 36. Duell um den America's Cup findet im März 2021 statt.

  Sie zählen weder zu den späten Herausforderern noch haben sie Geldsorgen: Sir Ben Ainslies Ineos Team UK beim WintertrainingFoto: Ineos Team UK
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