Tatjana Pokorny
· 20.08.2024
Schock für das Schweizer Team Alinghi Red Bull Racing: Nur zwei Tage vor Beginn der dritten und letzten Louis Vuitton Vorregatta haben die Eidgenossen zum zweiten Mal einen Mastbruch auf ihrem neuen AC75-Foiler “BoatOne” erlitten. Das Unglück ereignete sich am Donnerstag beim Training vor Barcelona in moderaten Bedingungen. Die Crew-Mitglieder waren dabei laut Teaminformationen unverletzt geblieben.
In einer via soziale Netzwerke veröffentlichten Mitteilung bestätigte mit Silvio Arrivabene der Co-Generalmanager von Alinghi Red Bull Racing, dass alle Teammitglieder in Sicherheit seien. Das Boot sei im Schlepp sicher zum Dock im Port Vell zurückgebracht worden. Zitiert wurde Arrivabene so: „Heute gab es ein Riggversagen in der Anfangsphase des Trainings auf ‘BoatOne’. Alle an Bord sind sicher, und es wird zu gegebener Zeit eine Untersuchung durchgeführt. In der Zwischenzeit konzentriert sich das Team voll und ganz auf die Rennen.“
Für die Eidgenossen ist es bereits der zweite heftige Rückschlag mit dem neuen Boot: Das erste Riggversagen hatte sich am 13. Juni ereignet. Auch damals war es im Training zum Mastbruch gekommen. Laut verschiedener Wetterdienste herrschten an diesem 20. August im Trainingsrevier vor Barcelona moderate Winde um zehn bis zwölf Knoten und eine vergleichsweise ruhige See.
In einem aktuellen Interview sagte Silvio Arrivabene: “Wir sind in etwa elf Knoten am Wind gesegelt. Dann versagte der Mast. Die Jungs haben sich da sehr schnell durchgearbeitet. Alle waren sicher, keiner wurde verletzt. Wir haben die Segel und den Mast geborgen. Wir haben das Boot und den Mast zurückgeschleppt. Natürlich haben wir nie geplant, dass solche Dinge geschehen. Aber wir haben unsere Reaktion darauf geplant. Offensichtlich ist die Zeit durch die Vorregatta knapp, aber wir haben immer noch Zeit. Es ist eine Vorregatta und nicht ein Finale oder so etwas. Also arbeiten wir uns weiter durch die Vorbereitung. Wir machen uns bereit und setzen unsere Ersatzteile ein.”
Silvio Arrivabenes klare Ansage, dass sich das Team “voll und ganz auf die Rennen konzentriert”, lässt den Schluss zu, dass der Rennstall von Ernesto Bertarelli einen Notfallplan aktivieren kann. Viel Zeit bleibt den Schweizern zum Comeback aber nicht, denn ihr erstes Duell gegen das französische Orient Express Racing Team soll die Louis Vuitton Vorregatta zum America’s Cup bereits am 22. August um 14 Uhr Ortszeit eröffnen.
Die Alinghi-Story! Diesen Clip veröffentlichte das Schweizer Team Alinghi Red Bull Racing vermutlich eher zufällig am Tag des zweiten Riggversagens zur eigenen Erfolgsgeschichte im America’s Cup. Jetzt macht er der Mannschaft vielleicht auch Mut:

Freie Reporterin Sport