America's CupWiedergeburt

Carsten Kemmling

 · 29.03.2005

Das Team Capitalia ist als neunter offizieller America's-Cup-Herausforderer akzeptiert. Dahinter verbirgt sich Mascalzone Latino

Der Reeder Vinzenzo Onorato (Moby Lines) hat seinen Schwur wahr gemacht. "Wir kommen wieder", sagte er beim vergangenen Cup nach seinem unglücklichen Ausscheiden mit dem Team Mascalzone Latino. Jetzt wurde er als neunter Herausforderer offiziell vom America's-Cup-Management akzeptiert.

Trotz seiner damaligen Ankündigung war Onoratos Meldung lange Zeit unsicher. Er hatte intensiv nach einem zusätzlichen Geldgeber neben seiner eigenen Firma gesucht und schon Verhandlungen über einen Joint venture mit den Spaniern aufgenommen. Diese Pläne scheiterten, und das dritte italienische Team schien nicht an den Start gehen zu können.

Aber die späte Wiedergeburt vom Team Mascalzone, das in Auckland weniger durch sportliche Leistung als durch sympathisches Auftreten Pluspunkte sammelte, wurde schließlich durch den Einstieg der Bank Capitalia möglich. Gerüchten zufolge soll das Budget 60 Millionen Euro betragen. Damit würden die Italiener zu den Großen der Liga gehören.

Da passte zu dem Anspruch von Onorato, der den Auftritt 2003 mit nur einem Neubau als "Schnuppern" bezeichnet hat und diesmal angreifen will. Dafür hat er die beiden Stars&Stripes-Boote, USA 66 and USA 77, vom Team Dennis Conner gekauft, was in der Szene als sehr wertvolles Paket gilt. Außerdem hat er noch sein eigenes Boot ITA 72 zur Verfügung.

Das neue Team wird erneut nur aus italienischen Seglern bestehen. Skipper und Taktiker ist der bekannte Profi Vasco Vascotto, allerdings ein Neuling im America's Cup. Steuern wird Flavio Favini. Er war Mascalzone-Taktiker bei der Auckland-Kampagne. Onorato wird erneut für den Reale Yacht Club Canottieri Savoia an den Start gehen.

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