America’s CupWieder zurück vor Gericht

Andreas Fritsch

 · 02.09.2009

BMW-Oracle will Klarheit besonders über Vermessungsfragen ihres Monster-Trimarans erzwingen

Wer dachte, nach monatelangem Geplänkel und einer Berufungsverhandlung nach der anderen würde der Kampf um den Cup endlich aufs Wasser zurückkehren, sieht sich enttäuscht. Heute kündigte der Golden Gate Yacht Club erneut juristische Schritte gegen das Alinghi-Team an.

"Wir haben den Supreme Court des Staates New York gebeten zu klären, dass der 33. America’s Cup wirklich nach den Statuten der Deed of gift gesegelt wird. (...) Letzte Schritte der Société Nautique de Genève, die darauf abzielen, auf unfaire Art und Weise die Regeln des Cups zu ändern, setzen ihre Politik der Missachtung der ältesten Trophäe im Sport fort", so die Herausforderer.

Im Wesentlichen geht es vor allem um zwei Dinge: BMW Oracle will Klarheit über die Vermessungsregeln für die beiden Maxi-Multihulls, da sie befürchten, die angehängten Ruderblätter ihres Trimarans könnten der Wasserlinienlänge zugerechnet werden. Damit wäre ihr Boot zu lang und würde sich einen Vermessungsprotest einhandeln. Alinghi wäre fein raus, da der Kat von Ernesto Bertarelli unter den Rümpfen montierte Ruder hat.

Darüber hinaus fordert BMW Oracle erneut, dass Alinghi das bislang geheime Abkommen mit der Isaf über geänderte Wettfahrtregeln öffentlich machen muss. Ansonsten sehe man aber weiter mit "Begeisterung" dem Cup-Match entgegen.

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