America’s CupTeam Germany sagt Teilnahme ab

Lars Bolle

 · 05.10.2010

America’s Cup: Team Germany sagt Teilnahme abFoto: YACHT

Das United Internet Team Germany, bisher einziger deutscher Cup-Teilnehmer, wird bei der 34. Auflage nicht dabei sein

"Das Team Germany sieht sich im Rahmen der von BMW Oracle aufgestellten Regeln nicht in der Lage, für den 34. America's Cup zu melden", sagte Syndikats-Chef Michael Scheeren. Damit schwinden die Chancen für eine deutsche Teilnahme weiter.

Das Team hatte beim 32. Cup 2007 bei der ersten deutschen Teilnahme überhaupt den elften Platz von zwölf Booten belegt. Zu einer Verbesserung wird es nicht kommen. Nachdem einen Tag zuvor schon das britische Team abgesagt hatte und sehr früh bereits weitere potenzielle Kampagnen zurückzogen, ist nun auch Team Germany ausgeschieden. Die Verträge der Mitarbeiter, darunter des vorgesehenen Teamchefs Jochen Schümann und Steuermanns Karol Jablonski, waren bereits zum 31. März 2008 wegen der ungewissen Zukunft ausgelaufen.

Die Gründe der Absage sind offenbar die kurze Vorbereitungszeit, hohe Kosten sowie ein für den Hauptsponsor des Teams, den Internetanbieter 1&1, unattraktiver amerikanischer Markt. 1&1-Chef Ralph Dommermuth hatte schon früher gesagt, eine Teilnahme bei einer Verteidigung in den USA wäre für seine Marken nicht interessant, diese müssten auf dem europäischen Markt präsent sein.

Ein Cup in den Staaten ist gestern noch einmal wahrscheinlicher geworden, denn die Stadtväter von San Francisco haben mit 9:2 für die nötigen Umgestaltungen gestimmt, womit einer Bewerbung nun nichts mehr im Weg steht. Cup-Verteidiger Larry Ellison hatte die Stadt zu einem seiner Favoriten erklärt.

Jochen Schümann ist damit derzeit die einige verbliebene konkrete Hoffnung auf eine zumindest teilweise deutsche Teilnahme. Mit der französisch-deutschen Kampagne All4one segelt er gerade die TP-52-Weltmeisterschaft.

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