America’s CupStrafe gegen US-Team wegen Spionage

Lars Bolle

 · 01.01.2013

America’s Cup: Strafe gegen US-Team wegen SpionageFoto: Guilain Grenier

Der Cup-Verteidiger Oracle Team USA muss wegen eines Protestes der Italiener auf fünf sehr wichtige Trainingstage Ende April verzichten

Das Ausspionieren eines anderen Teams ist beim America’s Cup eigentlich verboten. Da es aber nie vollständig kontrollierbar wäre, wurde es auf einen Abstand von 200 Metern eingegrenzt. Kein Team darf sich also dem anderen ohne Einwilligung auf weniger als 200 Meter nähern. Das ist aber offenbar Anfang November 2012 geschehen.

Jedenfalls hatte der italienische Herausforderer Protest bei der Internationalen Jury gegen Oracle Team USA wegen Verletzung dieser Regel eingelegt. Das Mitglied des US-Teams Matt Mason habe aus weniger als 200 Metern Distanz Fotos des italienischen Kats aufgenommen.

Die Jury entschied jetzt im Sinne der Italiener: Die zehn Fotos müssen ausgehändigt werden, zusätzlich erhält das Team eine Strafe von fünf gestrichenen Trainingstagen und 15.200 US-Dollar. Letzteres dürfte das US-Team mehr schmerzen, denn ihm war durch den Überschlag beim Training mit anschließendem Bruch des Kats schon die erste wichtige Trainingsperiode verlorengegangen. Diese weiteren fünf gestrichenen Tage am Ende der zweiten erlaubten Trainingsphase, exakt vom 26. bis 30. April, bringen zusätzlichen Druck ins Entwicklungsprogramm.

Schwimmstunde: Segler werden geborgen

Meistgelesene Artikel