America's Cup

America's Cup: Schmutziges Spiel beim America's Cup

Mathias Müller

 · 08.08.2002

Gefälschte Papiere diskreditieren Ocacle BMW Racing und Team Neuseeland

Aus allen Wolken muss am gestrigen Donnerstag Tom Ehman, Regelberater im America's Cup Team von Oracle BMW Racing, gefallen sein, als er einen Anruf von Jock Anderson, Reporter der neuseeländischen Zeitung "The National Business Review", erhielt.

Diesem waren Dokumente zugeschickt worden, in denen nicht nur die Organisationsstrukturen der Finanzierungsfonds des titelverteidigenden Teams Neuseeland aufgeführt waren, sondern auch alle Gehälter der Kiwis.

Demnach sollen einzelne Shore-Team-Mitarbeiter 40 000 Dollar verdienen, Skipper Dean Barker und Design-Chef Tom Schnackenberg gar 600 000 Dollar. Und das, obwohl das Team noch vor kurzem die Stadt Auckland um eine Spende gebeten hatte. Ob diese Zahlen nun stimmen oder nicht. Fakt ist, dass Ehman beteuert: "Ich kenne diese Papiere nicht. Und verschickt habe ich sie natürlich auch nicht."

Wer also steckt hinter diesem Versuch, sowohl das Gastgeber-Team aus Neuseeland, als auch das Team Oracle BMW Racing und letztlich auch die "National Business Review" zu diskreditieren? Ein anderes Team? Schließlich häufen sich die Versuche, Unruhe zu stiften und gegnerischen Teams Schwierigkeiten zu machen, je näher die Wettfahrten um den Louis Vuitton Cup ( ab 1. Oktober 2002) und den America's Cup (ab 15. Februar 2003) rücken.

Auf jeden Fall, so kündigte Joanna Ingley, Pressesprecherin des Oracle BMW Racing Teams an, werde man die Polizei einschalten, um herauszufinden, wer hinter diesen betrügerischen Machenschaften stecke.

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