America's CupRennen ohne Wind – und Livestream

Jochen Rieker

 · 09.08.2011

America's Cup: Rennen ohne Wind – und LivestreamFoto: America's Cup
Delphine, aber wenig Wind – der Cup in Cascais
Startverschiebung in Cascais. Wegen Windmangel beginnen die Wettfahrten erst um 17 Uhr. Deutschland ist immer noch nicht live dabei

Die Beschränkungen für die Weitergabe der TV-Bilder in Deutschland bestehen auch heute fort, wie Stephanie Martin von der America's Cup Event Authority gegenüber YACHT online erklärte. Für Donnerstag hoffen die Media-Verantwortlichen aber, den Livestream auch hierzulande abrufbar machen zu können. Grund für den bedauerlichen Blackout, so heißt es in Cascais, sei eine landesweite Beschränkung für die Weitergabe von Live-Bildern über Plattformen wie YouTube.

Ähnlich frustrierend erleben die Verantwortlichen die Wetterkapriolen in Südportugal. Das Revier, historisch ein Garant für eine kräftige Seebrise, überrascht wahlweise mit Regen, Nebel, dann wieder Starkwind von über 30 Knoten – und heute umlaufende Winde bis Flaute. Deshalb geht es mit zwei Stunden Verspätung los – bei "4 bis 10 Knoten aus Westnordwest", wie Regattadirektor Ian Murray soeben mitteilte.

"Es ist enttäuschend, ja", sagte er. Denn die AC-45-Kats segeln zwar schon bei 4 bis 5 Knoten, so richtig spannend wird es aber erst ab 10 bis 15 Knoten. Murray, ein alter Hase im Cup-Geschäft, gibt sich dennoch zuversichtlich. "Bis Sonntag werden wir gute Rennen sehen", versichert er. "Und dies ist ja erst der Start einer langen Reise."

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Jochen Rieker

Jochen Rieker

Herausgeber YACHT

Aufgewachsen in Süddeutschland, hat Jochen Rieker das Segeln auf Bodensee, Ammersee und Starnberger See gelernt. Zunächst war er auf Pirat, H-Jolle und Tempest unterwegs, später auf Hobie Cat, A Cat und Dart 16. Aber wie das so ist: Je weiter entfernt das Meer, desto größer die Leidenschaft danach. Inspiriert durch die Bücher von Bobby Schenk und Wilfried Erdmann, folgte in den 90ern der erste Dickschifftörn im Ionischen Meer auf einer Carter 30, damals noch ohne Segelschein. Danach war’s um ihn geschehen. Als YACHT-Kaleu und Jury-Vorsitzender des European Yacht of the Year Award hat Rieker in den vergangenen mehr als 25 Jahren gut 500 Boote getestet. Sein eigenes, ein 36-Fuß-Racer/Cruiser, lag zuletzt in der Adria. Diesen Sommer verholt er es an die Schlei, wo er inzwischen lebt.

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