America's CupOneWorld geht zu Prada

Carsten Kemmling

 · 22.04.2004

Das italienische Prada-Syndikat hat neben Steuermann Spithill zahlreiche Ex-OneWorlder verpflichtet

Eigentlich wollte Patricio Bertelli das America's-Cup-Abenteuer aufgeben. Aber jetzt will es der Prada-Mann noch einmal wissen. Nach der Ankündigung seines Skippers Francesco de Angelis, einen neuen Anlauf zum Cupgewinn 2007 zu machen, überraschte er mit der Nachricht, einen Großteil des ehemaligen OneWorld-Teams aus Seattle verpflichtet zu haben.

OneWorld belegte beim Louis Vuitton Cup nach Punktabzügen wegen Spionage den dritten Platz und eliminierte Prada aus dem Wettbewerb. Steuermann war der Australier James Spithill. Der 25-Jährige galt als die Neuentdeckung des Cups 2003. Jetzt hat er bei Prada unterschrieben und drei seiner Männer mitgebracht, mit denen er schon 2000 auf der chancenlosen Young Australia für Furore sorgte.

Außerdem sind von OneWorld die amerikanischen McKee-Brüder wieder dabei, die 2000 49er-Bronze holten und ein Jahr später den WM-Titel. Jonathan McKee düpierte die Mini-Transat-Szene, bis er in Führung liegend kurz vor dem Ziel mit Mastbruch aufgeben musste.

Nach dem Ärger mit Doug Peterson beim vergangenen Cup vertraut Bertelli jetzt auf drei Designer. Der Italiener Claudio Maletto war 2003 im Team, Bruce Nelson kommt ebenfalls von OneWorld, und Roberto Biscontini arbeitete zuletzt für Oracle BMW.

Prada hat zwar noch nicht offiziell für den America's Cup gemeldet. Aber das Team ist das erste, das schon sein Trainingscamp in Valencia aufgeschlagen hat.

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