America's CupNur „subtile“ Änderungen an der Yacht von Alinghi

Matthias Beilken

 · 03.02.2003

America's Cup: Nur „subtile“ Änderungen an der Yacht von AlinghiFoto: Th. Martinez Team Alinghi

John Cutler, Taktiker bei Oracle BMW Racing, spekuliert über Design-Änderungen an der Herausfordereryacht

„Die Schweizer sind in einer schwierigen Lage“, meint der Experte Cutler. „Sie werden nicht genug Zeit haben, einen Rumpfanhang, wie ihn Team New Zealand hat, anzubauen und ausgiebig zu testen. Denn wenn ihnen das Konzept nicht gefällt, müssen sie ihn wieder abbauen und sich etwas Neues ausdenken.“

Am nächsten Dienstag werden die Hüllen der beiden America’s-Cup-Yachten fallen. Dass Team New Zealand mit einem Boot beim Match der Matches antreten wird, das konsequent auf die Verwendung des umstrittenen „Hula“ („hull appendage“: Rumpfanhang) ausgelegt ist, wissen Experten bereits. Wie die Schweizer Yacht mit dem deutschen Ausnahmesegler Jochen Schümann an Bord aussehen wird, ist noch unklar.

Direkt nach dem Finale des Louis Vuitton Cup verschwand die rot-schwarze Yacht in der Halle. „Die Änderungen werden aber nicht radikal werden“, äußern sich Sprecher des Teams. „Einen Rumpf mit einem Hula nachzurüsten, der nicht von vornherein dafür ausgelegt wurde, einen zu tragen, kann nur ein Kompromiss sein.“ Wie faul der ist, und ob sich die Schweizer grundsätzlich dieser Technologie entsagen, verrät das Team nicht. Oder ob die Designer des Schweizer Teams längst an einem eigenen Hula arbeiten, werden wir denmächst wissen.

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