Bei nordöstlichen Winden zwischen 12 und 16 Knoten hob sich die „Taihoro“ bereits am ersten Tag erfolgreich auf ihre Foils. Skipper Nathan Outteridge zeigte sich hochzufrieden: „Es braucht eine ganze Armee, um einen AC75 wieder aufs Wasser zu bringen. Dass wir am ersten Tag direkt das volle Testprogramm durchlaufen konnten, ist ein Zeugnis für die harte Arbeit des gesamten Teams. Das Boot fühlt sich großartig an.“
Mit Jo Aleh befand sich erstmals eine Frau in der aktiven Crew eines AC75. In der Position des 5. Seglers sammelte sie erste Eindrücke von der „rohen Kraft und Geschwindigkeit“ des Boliden.
Die aktuelle „Taihoro“ kein kompletter Neubau, sondern eine aufwendig modifizierte Version der erfolgreichen Plattform des letzten Cups. Dies ist eine direkte Folge des neuen Regelwerks, das darauf abzielt, Kosten zu senken und die Entwicklung stärker in den Bereich der Details zu verlagern.
Der eigentlich für den Wochenanfang geplante erste Testtag fiel zu viel Wind zum Opfer. Da die Anzahl der Segeltage bis Januar 2027 streng auf 45 limitiert ist, wiegt jeder Tag schwer. Ein technischer Defekt durch zu riskante Tests bei Starkwind könnte wertvolle Entwicklungszeit kosten.
„Wir befinden uns in einem gnadenlosen Optimierungswettlauf“, so das Team. Die Daten des ersten Tages fließen nun direkt zurück in die Design- und Simulationsschleifen. Ziel ist es, den Vorsprung gegenüber der Konkurrenz zu verteidigen, während die „Taihoro“ durch verbesserte Foils und Segel trotz des Gewichts der neuen Batteriesysteme ihre Rekordgeschwindigkeiten halten oder sogar übertreffen soll.

Chefredakteur Digital