America's CupNeues Steuer für Cup-Jäger Ainslie

Tatjana Pokorny

 · 01.05.2017

America's Cup: Neues Steuer für Cup-Jäger AinslieFoto: Land Rover BAR/Harry KH

Das britische America's-Cup-Team Land Rover BAR hat heute mit seinem neuen Steuerrad eine Hightech-Innovation für die Jagd auf die Silberkanne vorgestellt

Was Sir Ben Ainslie und seinen Cup-Katamaran "Rita" auf der Jagd nach der Silberkanne direkt verbindet? Das neue Steuerrad! Es entstand in 18-monatiger Zusammenarbeit mit Titelpartner Land Rover und soll dem Team im Sommer nun zum Cup-Erfolg verhelfen. An der technologischen Entwicklung waren intensiv die Technical Innovation Group (TIG) unter Leitung des Managements und der Entwickler der PA Consulting Group beteiligt. 24 Tage vor dem ersten Startschuss in der Qualifikationsrunde zum America's Cup stellten die Briten heute auf Bermuda ihr jüngstes Hightech-Meisterwerk der Öffentlichkeit vor.

  Land-Rover-BAR-Technologie: das neue Steuerrad für den britischen Cup-Katamaran "Rita"Foto: Land Rover BAR/Harry KH
Land-Rover-BAR-Technologie: das neue Steuerrad für den britischen Cup-Katamaran "Rita"

Bei der Entwicklung hatten die Techniker vor allem ein zweidimensionales Problem zu lösen, denn mit dem Steuerrad wird nicht nur der Cup-Kurs auf möglichst idealem Kurs gehalten. Auch die Foils und damit die Höhe des Bootes über dem Wasser werden mit dem kleinen Rad kontrolliert. Weil die Foils den Lift liefern, über den sich die Cup-Katamarane aus dem Wasser erheben, muss das Steuer Ainslie beim "Fliegen" unterstützen. So kann das Boot horizontal und vertikal gesteuert werden. Vor allem Letzteres, so erklären die Briten, habe enorme Kreativität bei der Entwicklung erfordert.

Dieses Video haben wir nachträglich ergänzt. Es zeigt, wie das Steuer entstand und was es alles kann...

  Mit 60 Zentimeter Durchmesser ist "Ritas" neues Steuer größer als die meisten Automobil-Steuer und kann auch ein bisschen mehr...Foto: Land Rover BAR/Harry KH
Mit 60 Zentimeter Durchmesser ist "Ritas" neues Steuer größer als die meisten Automobil-Steuer und kann auch ein bisschen mehr...

Steuermann Ainslie sagte: "Das hier ist ein großartiges Stück HMI-Design (Redaktion: HMI steht für Human Machine Interface, dt.: Mensch-Maschine-Schnittstelle) und ein von Expertenhand hergestelltes Einzelstück. Die Kontrolle funktioniert intuitiv, sanft und mit genau den richtigen Anteilen an Gefühl und Feedback." Richard Hopkirk, Maschinenbau-Manager bei Land Rover BAR, sagte: "Das hier ist das entscheidende HMI-Teil an Bord. Es ist die Verbindung zwischen Ben und dem Boot. Ich bin Land Rover wirklich dankbar für ihre Rolle in diesem Prozess. Sie haben die Leute, die Expertise und die Ressourcen für den Design- und Herstellungsprozess dieses Prototyps bereitgestellt. Entstanden ist dabei eine Lösung, die sowohl hocheffektiv und effizient als auch elegant ist." Was das Steuer wirklich kann, muss Sir Ben Ainslie ab dem 26. Mai mit Beginn der Cup-Qualifikation aus ihm herausholen.

Bereits am 24. Mai erscheint in YACHT 12 das große America's-Cup-Spezial mit ausführlichen Technik-Analysen, Team-Porträts, Reportagen, TV-Hinweisen, Gewinnspiel und vielen Extras.

  Der Cup-Katamaran "Rita" von Land Rover BAR im EinsatzFoto: Land Rover BAR/Harry KH
Der Cup-Katamaran "Rita" von Land Rover BAR im Einsatz

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