America's CupNeue Strategie

Carsten Kemmling

 · 21.08.2005

Die Matchracer Chris Law und Sten Mohr helfen Shosholoza in Malmö. Teamchef ärgert sich über Valencia

Der Teamchef des südafrikanischen America’s-Cup-Syndikats Salvatore Sarno hat eingeräumt, dass es ein großer Fehler gewesen war, die Probleme der Mannschaft bei den vergangenen Acts in Valencia schönzureden.

Auf einer Pressekonferenz in Kapstadt sagte er: „Wir wollten der Welt zeigen, dass wir in der Lage sind, als erstes Team einen Cupper der neuen Generation zu bauen und zu segeln. Aber uns lief die Zeit davon. Das Schiff war alles andere als fertig. Wir segelten es vor dem Rennen nur eineinhalb Stunden. Das war verrückt.

Als dann auch noch die Mastprobleme auftraten und wir ein altes Rigg von Alinghi kaufen mussten, bekamen wir neue Probleme. Denn die neuen Segel passten nicht mehr. Außerdem funktionierte die Hydraulik nicht. Das ist so, als würde man einen Formel-1-Wagen mit nur einem Gang fahren.

Aber als typische Südafrikaner waren wir zu stolz, die Probleme zuzugeben. Wir segelten jeden Tag, beendeten jedes Rennen und lachten, auch wenn wir verloren. Das war ein großer Fehler.“

Deshalb will Salvatore Sarno die Strategie des von T-Systems gesponserten Teams ändern und mehr Profis involvieren.

In Malmö soll Matchrace-Legende Chris Law einige Starts steuern. Der Brite war bisher Coach für die Südafrikaner, eine längerfristige Bindung wurde bisher immer heftig vom Team dementiert.

Dazu kommt in Schweden der ehemalige dänische Matchrace-Weltmeister Sten Mohr. Er soll als Coach und Taktik-Experte helfen.

John Sweene, der ehemalige Sportdirektor von BMW Oracle und America True, soll in dieser Funktion auch in Schweden dem Team um Tim Kröger zur Seite stehen.

Die Mastprobleme werden das Team im Malmö allerdings weiterhin bremsen. Nachdem das neue Profil im Training gebrochen war, konnte bis jetzt noch kein Ersatz beschafft werden.

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