America's CupNeue America's-Cup-Regeln

Kathrin Kadelbach

 · 15.12.2003

Die neuen Cupper werden schneller, leichter und agiler

Die fünfte Version der neuen America's-Cup-Klassen-Regeln wurde gestern in Genf veröffentlicht. Sie entstand in Zusammenarbeit mit Designern, Seglern sowie dem America's-Cup-Komitee und werden in Zukunft für schnellere, leichtere und agilere Cupper sorgen.

Die Neuauflage der Regeln unterscheidet sich in wenigen, jedoch signifikanten Punkten von ihrem Vorgänger. Verfolgt wurde dabei die Idee, die Wettfahrten des 32. America's Cups im spanischen Valencia enger und dynamischer zu machen — einfach spannender eben.

Dazu wurden die maximale Verdrängung um eine Tonne reduziert, der maximale Tiefgang um zehn Zentimeter vergrößert und die Vorwindsegelfläche um acht Prozent angehoben. Dadurch sollen auf den Vormwind-Gängen mehr Möglichkeiten für Überholmanöver geschaffen werden. Die Anzahl der Crewmitglieder wurde von 16 auf 17 erhöht. Ansonsten werden die Spielräume sämtlicher Vermessungsparameter der ACC-Yachten enger werden als in der Vergangenheit.

Noch vor Auckland galt die "vierte Version". Unter jener Regel durften Designer noch recht großzügig Längen von Wasserlinien und Segelflächen variieren und damit Schiffe mit sehr unterschiedlichen Charakteristika entwerfen. In Zukunft sind sie quasi gezwungen, Yachten zu konstruieren, die einander ähnlicher sehen als je zuvor. Auch dadurch sollen die Rennen vor Valencia noch spannender werden.

Verantwortlich für die Ausarbeitung der America's-Cup-Regeln ist der Cup-Verteidiger, die Société Nautique de Genève, der Challenger of Record (offizieller Herausforderer, in diesem Fall der Golden Gate Yacht Club) sowie das America's-Cup-Management, vertreten durch den Technischen Direktor Ken McAlpine.

Die neue Regelung wird 2005 in Kraft treten, während der Saison 2004 dürfen Cup-Yachten also noch nach der "vierten Version" der technischen Regeln segeln.

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