America's Cup

America's Cup: Kein Ainslie-Team für 34. Auflage

Lars Bolle

 · 09.01.2012

America's Cup: Kein Ainslie-Team für 34. AuflageFoto: onEdition

Der britische Segelstar Ben Ainslie will an den AC World Series teilnehmen – für den 34. AC 2013 ist die Zeit jedoch zu knapp

  Ben AinslieFoto: onEdition
Ben Ainslie

Gut ein Jahr hat der Gesinnungswandel gedauert, jetzt findet Ben Ainslie, dreimaliger Olympia-Goldmedaillengewinner, dass das neue Konzept des America's Cup fantastisch ist. Noch Anfang Dezember 2010 hatte er durch den Wechsel zu Katamaranen eine "ganze Generation betrogen" gesehen, er selbst hatte sich nach ersten Versuchen mit One World Challenge (31. Cup) und Emirates Team New Zealand (32. ) zuletzt mit dem britischen Team Origin auf den 33. Cup vorbereitet.

Nun hat er seine Karriere erneut auf den Kampf um die Kanne ausgerichtet. Es sei "eine große Chance für ihn selbst und für potenzielle Partner", kommentierte er bei der Präsentation seines neuen Teams Ben Ainslie Racing, mit dem er an der AC World Series mit einem AC-45-Katamaran teilnehmen will. Erste Erfahrungen hatte er bei einer Testfahrt mit Russell Coutts gesammelt und war sowohl vom Boot als auch vom Format überzeugt. "Die Präsentation, vor allem im Fernsehen, ist fantastisch", sagte er.

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Das Team sei komplett neu, gerade erst gegründet, die Segler würden in den nächsten Wochen rekrutiert, und es sollen so viele britische Aktive wie möglich verpflichtet werden. Die Finanzierung von rund drei Millionen Euro leistet offenbar Oracle Racing. Russell Coutts erklärte, er stehe voll hinter dem Ziel Ainslies, die Fundamente einer eigenen Kampagne zu legen. Das Team hatte Ainslie direkt verpflichten wollen, aber der bestand auf einem eigenen Rennstall und wird nun Sparringspartner von Oracle Racing.

  Erste Grafik vom neuen Ben-Ainslie-AC-45-Katamaran, die im Netz auftauchteFoto: BAR
Erste Grafik vom neuen Ben-Ainslie-AC-45-Katamaran, die im Netz auftauchte

Ainslies eigentliches Ziel aber ist eine Teilnahme am 35. America's Cup, "für die 34. Auflage ist die Zeit zu knapp", sagte er. Es werde jetzt verstärkt weltweit nach Partnern gesucht.

Zunächst steht jedoch für Ainslie die Teilnahme an den Olympischen Spielen im August auf dem Plan, bei denen er Topfavorit im Finn-Dinghy ist. Seine weitere olympische Zukunft ließ er offen, die "hängt davon ab, welche Bootsklassen gewählt werden".

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