America's Cup"Gut, dass ein Exempel statuiert wird"

Tatjana Pokorny

 · 03.09.2013

America's Cup: "Gut, dass ein Exempel statuiert wird"Foto: tati

Der zweimalige America's-Cup-Sieger Jochen Schümann ist positiv überrascht von dem harten Strafmaß gegen Cup-Verteidiger Oracle Team USA

Jochen Schümann geht es wie vielen America's-Cup-Fans: Er hat längst genug vom neuen America's Cup, der von einer Krise in die nächste schlittert und dem Ansehen der ältesten und bekanntesten Segelregatta der Welt nachhaltigen Schaden zugefügt hat.

So beurteilt es nun auch die fünfköpfige Cup-Jury unter Vorsitz des Australiers David Tillett, die das Oracle Team USA infolge einer regelwidrigen Manipulation seiner AC45-Boote mit harten Strafen belegt hat: Drei Teammitglieder wurden für die verbleibende Dauer des 34. Cup-Zyklus gesperrt, weitere verwarnt oder mit Zeitsperren belegt (siehe YACHT online "Cupgate: betrogen und gelogen").

Jochen Schümann sagte gegenüber YACHT online: "Ich bin überrascht, dass so konsequent durchgegriffen wurde. Die zwei Minuspunkte stören dabei nicht wirklich, denn ein Team wird dem anderen im Finale so deutlich überlegen sein, dass es ohnehin ein klares Ergebnis geben wird."

Das Urteil des dreimaligen Olympiasiegers: "Es ist gut, dass hier ein Exempel statuiert wird! Wir wollen ein sauberer und faszinierender Sport sein, und dann ziehen da ein paar Leute den Sport so in den Dreck. Das Schlimmste ist das schlechte Bild, das der Cup seit zwei Jahren abgibt. Das ist bitter! Larry Ellison kann sich nicht mehr wohl fühlen. Und wir können nur hoffen, dass es bald vorbei ist und der America's Cup sich von dieser Auflage erholt. Viel länger als zehn Tage wird es wohl nicht mehr dauern ..."

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