America's CupGER 101 ist die neue deutsche Yacht

Lars Bolle

 · 26.06.2007

America's Cup: GER 101 ist die neue deutsche YachtFoto: Richard Walch/UITG

Neubau des United Internet Team Germany erhält Segelnummer

Es ist ein weiterer Schritt in die Zukunft für die deutsche America’s Cup Kampagne: Die Yacht, mit deren Bau das United Internet Team Germany noch während des Louis Vuitton Cups begonnen hat, wird die Segelnummer GER 101 tragen.

Nach Prüfung des Baufortschritts hat America’s Cup-Chefvermesser Ken McAlpine dem neuen deutschen Cupper diese Nummer zugeteilt. Es ist die 100. Segelnummer der International America’s Cup Class (IACC) genannten Bootsklasse — die Nummer 13 wurde nicht vergeben.

Wie bereits die GER 89 wird auch die GER 101 in der Werft Knierim-Yachtbau in Kiel gebaut. Seit dem 22. Mai sind sieben Bootsbauer und Ingenieure aus dem United Internet Team Germany mit dem Bau beschäftigt und werden dabei von Knierim-Yachtbau unterstützt. Die GER 101 basiert auf den gesammelten Erfahrungen des United Internet Team Germany-Design Teams der letzten zwei Jahre. Dabei konnte ein erster technologischer Fortschritt bereits beim Formenbau realisiert werden. Nach nur vier Wochen war dieser abgeschlossen, und die Herstellung des eigentlichen Rumpfes hat nun begonnen. Damit ist auch der Moment erreicht, in dem das America’s Cup-Measurement Committee einem Neubau die Segelnummer zuteilt.

"Wir freuen uns sehr über diesen weiteren bedeutenden Moment für das erste deutsche America’s Cup-Team. Die GER 101 ist das Bindeglied zwischen der Germany I und möglichen weiteren Yachten für den nächsten Cup. Technologisch hilft sie uns, den Abstand zu den Topteams zu verkürzen. Im seglerischen Bereich wird sie zukünftig zusammen mit der GER 89 die Basis für eine solide Zweiboot-Kampagne bilden", sagt Syndikatschef Michael Scheeren.

Der frühe Bautermin war nötig, da das Boot so noch als Cupper der 32. Herausforderung gilt. Sollte es bei der Regel bleiben, das pro Auflage zwei neue Boote gebaut werden dürfen, könnte das deutsche Team also noch zwei weitere fertig stellen, hätte damit quasi drei neue Boote für die nächste Herausforderung.

Eine andere mögliche Strategie wäre gewesen, ein Daten- und Bootspaket eines anderen Teams dieser Auflage zu kaufen und darauf aufzubauen. Da aber die Cup-Zukunft noch offent und damit auch noch nicht kalr ist, welche Teams weiter machen und von welchen Boote angeboten werden, wollte die deutsche Mannschaft offenbar das Risiko einer Zeitverzögerung bei der Aufnahme des Testprogramms mit zwei Booten nicht eingehen.

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