America's CupFrischer Wind im Team Germany

YACHT Online

 · 05.10.2005

Nach den Unsicherheiten und Querelen der vergangenen Woche will die neueFührung jetzt schnell Fakten schaffen

Teamchef Michael Scheeren, Skipper Jesper Bank und Technik-Vorstand Eberhard Magg führen die Gespräche mit allen Seglern und auch anderen Mitgliedern im Team Germany. Die Vertragsverhandlungen liefen am Donnerstag hinter verschlossenen Türen. Ob alle Segler die Angebote annahmen, blieb zunächst unklar.

Das deutsche Team startet am Freitag optimistisch in die neunte Vorregatta
zum America´s Cup. Vor Trapani stehen bis Sonntag fünf spektakuläre
Fleetraces auf dem Programm, in denen jeweils alle zwölf Cup-Yachten
gleichzeitig starten.

Nach Management-Querelen und mangelhaften Leistungen in der gerade beendeten achten Vorregatta im gleichen Revier segeln Skipper Jesper Bank (Dänemark) und sein Team mit neuem Selbstvertrauen in die letzte Serie der Saison, die am Freitag beginnt. Der 48 Jahre alte Doppel-Olympiasieger sagte: „Wir wollen wieder Spaß haben. Und ich garantiere, dass wir in Act 9 besser abschneiden als in Act 8.“

Im letzten Act geht es vor Sizilien auch um die Saison-Meisterschaft. Während sich an der Spitze der ACC Meisterschaft die America´s Cup-Verteidiger vom Team Alinghi (59 Punkte) vor Act 9 fast uneinholbar von ihrem Verfolger-Trio - Emirates Team New Zealand (51 Punkte), Luna Rossa (50 Punkte) und BMW Oracle Racing (50 Punkte) - abgesetzt hat, gibt es auch für das Team Germany nur noch theoretische Chancen, sich zum Jahresabschluss zu verbessern oder zu verschlechtern. Mit 17 Punkten haben Bank und seine Crew 9 Punkte Rückstand auf die italienische +39 Challenge sowie 7 Punkte Vorsprung vor der aufkommenden südafrikanischen Shosholoza. Im Rahmen des "Highscoring"-Systems erhält der Sieger einer Vorregatta 12 Punkte, der zweite 11 und so fort.

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