America's CupEuropas Hoffnungsträger trumpfen auf

Tatjana Pokorny

 · 18.11.2016

America's Cup: Europas Hoffnungsträger trumpfen aufFoto: Lloyd Images/Land Rover BAR

Sir Ben Ainslies Team Land Rover BAR hat das Finale der Weltserie souverän eröffnet und die Gesamtführung vor den Cup-Verteidigern ausgebaut

  Zum Auftakt wieder einmal Erster: Sir Ben AinslieFoto: Lloyd Images/Land Rover BAR
Zum Auftakt wieder einmal Erster: Sir Ben Ainslie

Wird der Vorsprung am Sonntag im Finale halten? Europas Hoffnungsträger Nummer eins halten ihre Cup-Konkurrenz weiter in Schach: Vor dem Finaltag im japanischen Fukuoka haben Sir Ben Ainslie und sein britisches Team Land Rover BAR ihre Führung in der Gesamtwertung der America's-Cup-Weltserie sogar ausbauen können. Nach den ersten drei Rennen am Samstag führen die Engländer das Klassement in Japan vor den amerikanischen Cup-Verteidigern und dem Emirates Team New Zealand an. In dieser Reihenfolge ringen die Teams auch in der Gesamtwertung um Podiumsplätze und Punkte für die Qualifikationsserie zum America's Cup 2017.

49er-Olympiasieger Peter Burling, Finn-Olympiasieger Giles Scott, Volvo-Ocean-Race-Gewinner Franck Cammas, 49er-Olympiasieger Nathan Outteridge, Cup-Verteidiger Jimmy Spithill und SoftBank Team Japans Kazuhiro "Fukui" Sofuko in Interviews über ihre Teams und ihre Chancen am Sonntag

Die Briten übernahmen die Führung in Japan mit den Rängen 1, 3 und 2. Nur knapp dahinter segelte das amerikanische Oracle Team USA mit den Rängen 4, 2 und 1 auf Platz zwei. Mit den Rängen 2, 5 und 3 sicherten sich die Neuseeländer zunächst Platz drei. Unbeständig präsentierte sich das Heimteam: Dean Barkers SoftBank Team Japan eröffnete das Heimspiel mit Rang 5, entzückte seine Fans dann mit einem umjubelten Tagessieg, beendete den Tag allerdings mit Rang 6. Hier geht es zu den Einzelergebnissen und zum Gesamtstand in der Weltserie.

  Jagdszenen vor Fukuoka: die Teams kurz nach dem StartFoto: Ricardo Pinto/ACEA
Jagdszenen vor Fukuoka: die Teams kurz nach dem Start

Damit kommt es zum erhofften Showdown am Sonntag, an dem die drei Rennen des Tages doppelt zählen. Dadurch haben die Amerikaner noch die Chance, die 15 Zähler vor ihnen liegenden Briten vom Thron zu schubsen. Die Parole dafür verkündete Oracle-Skipper Jimmy Spithill vehement: "Ich denke, wir müssen da morgen raus und so hart kämpfen wie möglich. Es ist so schwer, ein Boot nach hinten zu drücken, aber wenn sich Möglichkeiten auftun, werden wir sie nutzen. Wir sind nicht scharf auf Platz zwei. Am Ende zählt morgen nur die Konzentration darauf, Rennen zu gewinnen."

  Die Fans erlebten spannende Rennen, beobachten hier aber offensichtlich die Red-Bull-FlugschauFoto: Ricardo Pinto/ACEA
Die Fans erlebten spannende Rennen, beobachten hier aber offensichtlich die Red-Bull-Flugschau

Der Skipper spricht über die verbliebenen Chancen für sein Oracle Team USA, die Weltserie mit einem Finalsieg doch noch zu gewinnen

Nichts anderes hat Spitzenreiter Sir Ben Ainslie im Sinn. Der viermalige Olympiasieger sagte nach dem gelungenen Auftakt in Japan: "Es ist unübersehbar, dass das Oracle Team USA und das Emirates Team New Zealand morgen jede Chance nutzen werden, uns zu jagen und zurückdrängen. Wir haben ihnen die Tür dazu in Rennen zwei aufgemacht (Red.: mit Rang drei statt einem weiteren Sieg). Es geht da draußen hart zur Sache. Wir werden also mit solchen Manövern zu rechnen haben. Wir würden die Regatta in Fukuoka liebend gern gewinnen, aber für uns geht es vor allem um das Gesamtergebnis der Serie."

  Team Artemis mit Steuermann Nathan Outteridge und Sportchef Iain PercyFoto: Ricardo Pinto/ACEA
Team Artemis mit Steuermann Nathan Outteridge und Sportchef Iain Percy

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