America's CupDer Cup kommt nach Hause

Carsten Kemmling

 · 04.03.2003

Am Samstag wird der America's Cup nach 152 Jahren wieder in Europa sein; Coutts analysiert den Sieg

Der America's Cup wird am Samstag, den 8. März 2003 um 13 Uhr in einem Charterflugzeug mit dem Alinghi-Team auf dem Cointrin-Flughafen von Genf ankommen. Es ist das erste Mal seit 152 Jahren, dass die berühmteste Sporttrophäe der Welt wieder in Europa sein wird.

Die Organisatoren des öffentlichen Empfangs empfehlen den Alinghi-Fans allerdings, nicht zum Flughafen zu kommen, weil die Kapazitäten wegen der Auto-Messe in Genf dort ausgeschöpft sind. Die große Empfangsparty soll um 19 Uhr in La Rotonde vor dem Brunschwick-Monument stattfinden. Dort wird das Alinghi-Team mit einer spektakulären Licht-Show und Musik empfangen.

Derweil hat sich Russell Coutts in der britischen Zeitung "Sport Telegraph" zu dem historischen Sieg geäußert: "Natürlich hatte ich vor dem fünften Rennen ein sehr gutes Gefühl. Aber erst nach zwei Dritteln glaubte ich fest daran, dass der Job getan war. SUI 64 war schneller als je zuvor. Sie flog geradezu."

"Ich war vor dem Cup-Finale sehr sicher, dass es für uns zu gewinnen wäre. Der Grund? Ich glaubte, dass unser Schiff etwas schneller sein würde. Und das war der Fall. Vielleicht sogar schneller, als ich dachte."

"Aber es war nicht nur eine Frage der Geschwindigkeit. Wir segelten sehr gut als Team. Und ich habe meine persönliche Leistung auch sehr gesteigert. Zu Beginn des Louis Vuitton Cup war ich nicht sehr beeindruckt über meine Leistung."

Wichtig sei gewesen, dass Stratege Murray Jones nach seinem Fußbruch wieder zurück an Bord gekommen sei - der "Captain" sei fast unersetzbar. Außerdem war von großer Bedeutung, dass der den Plan, der schon im September 2000 festgelegt worden sei, nur minimal verändert werden musste. "In Ernesto Bertarelli habe ich einen Mann gefunden, dessen Philosophie vollkommen mit meiner übereinstimmt." Deshalb sei es möglich gewesen, ein Team mit 15 verschiedenen Nationalitäten zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit zu bewegen. "Besonders darauf bin ich sehr stolz", sagt Coutts.

Er findet aber auch tröstende Worte für Dean Barker: "Ich war mir schon vor fünf Jahren seiner Qualitäten bewusst. Und dieses Mal hatte er ein starkes Team, das uns im vergangenen Jahr zweimal im Match-Race geschlagen hat. Aber er hatte einen sehr harten Job, den Cup zu verteidigen. Die Wetten standen gegen ihn. Die Qualität der Herausforderer war wahrscheinlich so groß wie noch nie im America's Cup."

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