America's CupAmerica's Cup: Match 4 wieder abgesagt

Martin-Sebastian Kreplin

 · 26.02.2003

Zum sechsten Mal in Folge wurde die vierte Wettfahrt wegen unpassendem Wetter verschoben

Um 19.50 MEZ (7.50 Uhr Ortszeit) fiel die Entscheidung: Wind mit Geschwindigkeiten zwischen 18 und 24 Knoten sowie starker Schwell ließen Wettfahrtleiter Harold Bennett das vierte Match erneut verschieben.

Der hohe Wellengang im Hauraki-Golf sei auch eine Gefährdung der Zuschauerboote, so Bennett.

Ob der morgige Tag für einen erneuten Startversuch genutzt wird, hängt nun von der Wetterlage ab. Sollten Wind und Welle ein Rennen zulassen, sind sowohl das Herausfordererteam "Alinghi" als auch die Titelverteidiger "Team New Zealand" bereit, an ihrem laut Terminplan rennfreien Tag zu starten. Entscheiden die Schweizer dieses Rennen für sich, könnte das entscheidende Match bereits am Wochenende stattfinden.

Dies wäre zu hoffen, da alle folgenden Rennen in der kommenden Woche wieder dem wechselhaften Wetter Neuseelands zum Opfer fallen könnten. Der Meteorologe des neuseeländischen Teams, Roger Badham, warnt vor dem Durchzug eines Frontensystems, welches zurzeit noch über dem Southern Ocean liegt.

"Sollten die Rennen nach dem Wochenende weitergehen, muss der gesamte Terminplan neu geschrieben werden" sagte Badham der Tageszeitung "New Zealand Herald".

Spätestens dann ist das 31. Finale des America's Cup auf dem besten Weg zum längsten Rennen in der Cup-Geschichte. Mit 18 Wettfahrtverschiebungen hält diesen "Rekord" zurzeit noch das Finale des Jahres 1899. "Shamrock I" und "Columbia" brauchten allein dreizehn Tage, bis das erste der drei Rennen vor New York entschieden war. Grund für die damaligen Verschiebungen war meist starker Nebel. Eine Vertagung wegen Starkwind gab es erstmals vier Jahre später im Finale "Shamrock III" gegen "Reliance".

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