America's CupAlan Bond und Gary Jobson in America's Cup Hall of Fame

Matthias Beilken

 · 06.08.2003

Nur besonders verdiente Segler werden in diesen elitären Zirkel aufgenommen

Damit sind zwei weitere Segler mit Weihen bedacht worden, die zu den höchsten des Sports gehören. Der US-Amerikaner Gary Jobson habe es "wie kein anderer verstanden, seine seglerischen Fähigkeiten und die eines Medienmannes in Einklang zu bringen", heißt es in der Laudatio.

Die Erfolgsliste Jobsons ist beeindruckend lang: Zweimal war er als Taktiker und Co-Skipper in America's Cup-Projekte involviert und blickt auf eine eindrucksvolle Karriere als Profiskipper zurück.

Darüber hinaus wurde er 1985 Kommentator des amerikanischen Sportsenders ESPN und hat "mehr als die meisten anderen Segler dafür getan, dass der Sport seinen elitären Ruf verliert." Mehr als 30 Shows pro Jahr moderierte Jobson im Schnitt. 1988 erntete er den Emmy Award für seine Reportagen von den olympischen Segelspielen in Seoul/Südkorea.

Der Autor von 13 Büchern ist auch Herausgeber der Magazine Sailing World und Cruising World. Vor vier Jahren hat er bereits die prestigeträchtige Auszeichnung des amerikanischen Seglerverbandes erhalten, die Nathanael G. Herreshoff Trophy.

Der australische Unternehmer Alan Bond hat 1983 als Eigner den America's Cup, die älteste Sporttrophäe der Welt, aus den USA entführt. Es war seine vierte Herausforderung. "Die meisten hätten das Unternehmen spätestens nach drei Niederlagen aufgegeben", lobt ihn die Kommission. Sein sportliches Verhalten erinnere an das des legendären Sir Thomas Lipton und dessen "Shamrock"-Kampagnen.

Nachdem er den Cup mit der von Ben Lexcen konstruierten "Australia II" geholt hatte (eines ihrer Geheimnisse war ein Flügelkiel), sagte Bond: "Ich glaube daran, dass man nur die Dinge bedauert, die man nicht getan hat". Mit der ihm eigenen Energie hat Alan Bond letzten Endes sein Ziel erreicht.

Die neuen Mitglieder der Auswahlkommission der Hall of Fame bringen einen Reichtum an Erfahrung mit, der seinerseits schon fast ausgezeichnet gehört. Dabei sind unter anderem: Elizabeth E. Meyer, Nathanael G. Herreshoff III, Bruce Kirby oder Baron Bich.

In die Hall of Fame wurden bislang aufgenommen:

Charles Francis Adams
James L. Ashbury
J. Burr Bartram
Charles Barr
Robert N. Bavier, Jr.
John Bertrand
Baron Marcel Bich
Sir Peter Blake
Malin Burnham
Dick Brown
Edward Burgess
W. Starling Burgess
James E. Buttersworth
William F. Carstens
Dennis Conner
Russell Coutts
Briggs S. Cunningham
William P. Ficker
Sir James Hardy
Sir Michael Fay
Nathanael G. Herreshoff
F.E. "Ted" Hood
Chandler Hovey
Sherman Hoyt
C. Oliver Iselin
Arthur Knapp, Jr.
William I. Koch
Sir Thomas J. Lipton
Harry "Buddy" Melges
Edward I. du Moulin
E.D. Morgan
Henry Sturgis Morgan
Emil "Bus" Mosbacher, Jr.
Frank J. Murdoch
Charles E. Nicholson
Sir Frank Packer
General Charles J. Paine
Victor A. Romagna
Morris Rosenfeld
Stanley Rosenfeld
Tom Schnackenberg
George L. Schuyler
Henry Sears
T.O.M. Sopwith
George Steers
John Cox Stevens
Olin J. Stephens, II
Roderick Stephens, Jr.
R.E. "Ted" Turner
Harold S.Vanderbilt
Gertrude Vanderbilt
George L. Watson
The Earl of Wilton

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