America's Cup33. America’s Cup im Juli 2009

Mathias Müller

 · 08.11.2007

America's Cup: 33. America’s Cup im Juli 2009Foto: ACM ACM

Die neuen Schiffe für den wichtigsten Segelwettbewerb der Welt werden größer und schneller werden

Auf einer Pressekonferenz in Barcelona stellte das America’s-Cup-Management (ACM) die neuen Regeln für die Klasse und den Zeitplan bis zum nächsten Cup vor.

AC90 werden die neuen Schiffe, mit denen um den 33. America’s Cup gesegelt wird, heißen. Sie sind, wie der Name sagt, 90 Fuß (27,4 Meter) lang, und somit gut einen Meter länger als die Yachten des letzten Wettbewerbs. Auch der Tiefgang der neuen Schiffe erhöht sich mit bis zu 6,5 Metern berträchtlich gegenüber der alten Generation von AC-Yachten (4,1 Meter).

Überraschend: Die neuen Schiffe sollen nicht schwerer werden. Im Gegenteil, mit 23 Tonnen Gesamtgewicht werden sie sogar eine Tonne leichter ausfallen. Mit fast 50 Prozent mehr Segelfläche, die am fast 38 Meter hohen Mast getakelt sind, werden die AC90 jedoch im Vergleich zu den ACC 55 geradezu Kraftmaschinen sein. Kein Wunder, dass für solche Hammer-Geräte mehr Segler benötigt werden. Maximal 20 Profis dürfen es gemäß der neuen Regeln sein. Das Crew-Gewichts-Limit ist ob der Power dieser Schiffe aufgehoben worden.

Was die Austragung des Cups betrifft, so hat das ACM auch schon genaue Vorstellungen entwickelt.
1. Zuerst sollen alle Teilnehmer (inklusive Titelverteidiger Alinghi) innerhalb von drei Acts (Ende Juni 2008 in Valencia mit ACC V5, September 2008 irgendwo in Europa mit ACC V5 und April 2009 in Valencia mit AC90) entweder im Match-Race- oder Fleetrace-Modus segeln. Aus diesen Acts nehmen die Teams keine Punkte mit in die nächsten Runden. Wohl aber dürfen das Sieger Team und das zweitplatzierte Team zusätzlich zu den 45 erlaubten Segeln zwei bzw. ein Segel mehr in den kommenden Regatten nutzen, als die übrigen Teilnehmer.
2. Es folgen die Trials, die in round Robins ausgesegelt werden (inkl. Alinghi). Die besten sechs Teams kommen weiter in die Trials-Semi-Finals. Die vier übrigen Yachten werden (damit sie weiterhin ihre Sponsoren präsentieren können) im fleet-race-modus die Challenger Sail Off segeln.
Der Beste von den sechs Yachten ist schon für die Challenger Selection Final (sozusagen das Louis-Vuitton-Cup-Finale; im späten Juni 2009) gesetzt.
3. Die Plätze Zwei und Drei aus den Trials-Semi-Finals segeln nun wiederum ihren Sieger aus. Dieser wird anschließend als zweites Schiff ins Challenger Selection Final ziehen.
Der Unterlegene aus diesem Match segelt mit den Unterlegenen der Semi-Finals (also Platz 4., 5. und 6.; wobei der Alinghi auf jeden Fall eins dieser Schiffe stellen wird) nur noch zur Sponsoren-Präsentation, bzw. den Tabellenrang.
4. Letztlich wird Alinghi ab dem 18. Juli gegen den Sieger aus den Challenger Selection Final im Match-Race-Modus antreten.

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