ACWSKoreaner holen Stars aus Jollenklassen

Dieter Loibner

 · 09.02.2012

ACWS: Koreaner holen Stars aus JollenklassenFoto: Sail Melbourne

Chris Draper hat Team Korea verlassen. Sein Nachfolger wird Skiffkaiser Nathan Outteridge (AUS), unterstützt vom Finnkönig Giles Scott (GBR)

  Neues Personal bei Team Korea. Steuermann Chris Draper ging zu Luna Rossa, für ihn kamen Outteridge und Scott dazuFoto: ACEA/Gilles Martin-Raget
Neues Personal bei Team Korea. Steuermann Chris Draper ging zu Luna Rossa, für ihn kamen Outteridge und Scott dazu
  Nathan OutteridgeFoto: Sail Melbourne
Nathan Outteridge

Als dreimaliger 49er-Weltmeister und regierender Weltmeister bei den äußerst flinken Flügelmotten kennt sich Outteridge beim Rasen aus. Jetzt darf er den zum italienischen Luna-Rossa-Team abgewanderten Draper ersetzen und bei der America’s Cup World Series den koreanischen AC45-Tiger zähmen. Geholfen wird ihm dabei von Scott, dem starken englischen Finnsegler, der zwar regierender Welt- und Europameister ist, aber hinter Superstar Ben Ainslie im britischen Team nur die zweite Geige spielt und die Olympischen Spiele wohl sausen lassen wird müssen.

  Russell Coutts schwärmt von TV-Rechten und YouTubeFoto: ACEA
Russell Coutts schwärmt von TV-Rechten und YouTube

Auf einer Pressekonferenz kündigte Russell Coutts kryptisch die bevorstehende Vertragsunterzeichnung mit einem großen US-Sender an, der die America’s-Cup-Rennen für die Zuschauer kostenfrei übertragen soll. Details nannte Coutts nicht, auch keine Namen. „Ehrlich gestanden, glaube ich, dass es eine der besten, wenn nicht die beste TV-Übertragung beim Cup sein wird, zumindest seit ich dabei bin.” Über YouTube, sagte Coutts, seien bei den drei Events 2011 insgesamt „5,8 Millionen Zuschauer" erreicht worden, wobei er nicht zwischen Zuschauern und den von YouTube ausgewiesenen Video-Ansichten differenzierte. Für den Segelsport mag das beachtlich sein, im Vergleich zu den populären TV-Sportarten nimmt sich dies jedoch bescheiden aus, vor allem, wenn man davon ausgeht, dass das Kenter-Video von Plymouth allein knapp über eine Million mal aufgerufen wurde. Das America’s Cup Event Management kam wiederholten Anfragen der YACHT, detailierte Medienzahlen vorzulegen, bisher nicht nach. Auch die Lizenzprobleme, die es zu Beginn mit Live-Übertragungen via YouTube gegeben hatte, wie zum Beispiel in Deutschland, Schweden oder Neuseeland, sollen gelöst worden sein, so Coutts.

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Foto: Gilles Martin-Raget/ACEA

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