AC World SeriesDie Überraschung aus Fernost

Dieter Loibner

 · 15.09.2011

AC World Series: Die Überraschung aus FernostFoto: Gilles Martin-Raget/ACEA

„Team Korea”. Wer hätte es gedacht? Die Underdogs segelten über „China Team”, „Oracle Spithill” und „Energy Team” ins Semifinale.

Dann waren’s nur noch Vier. Am ersten Matchrace-Tag wurde das Feld bei gutem Wind bis auf die Semifinalisten reduziert, und übrig blieben dabei „Artemis Racing”, die gestern als Topgesetzte ein Freilos hatte und „Team Korea”, das am Freitag völlig überraschend alle drei Läufe gewinnen konnte. Gegen „Oracle Racing Spithill” war allerdings auch ein Quäntchen Glück im Spiel, denn die Amerikaner wurden vom Defektteufel erwischt und wären dabei fast gekentert.

  Gut wenn's zählt: „Team New Zealand" eliminierte gestern Landsmann Russell Coutts mit dem zweiten „Oracle Racing" Boot und steht im Finale von PlymouthFoto: Gilles Martin-Raget/ACEA
Gut wenn's zählt: „Team New Zealand" eliminierte gestern Landsmann Russell Coutts mit dem zweiten „Oracle Racing" Boot und steht im Finale von Plymouth

Dennoch: Chris Draper und Kollegen vom koreanischen Boot waren nun schon zum zweiten Mal der Sargnagel für eines der beiden US-Boote. Als Matchrace-Neulinge belegten sie in Cascais Platz 4 und eliminierten dort „Oracle Racing Coutts”. „Ich hab nichts gegen Oracle”, schmunzelte Draper, ein ehemaliger Weltmeister im 49er. „Wir versuchen uns laufend zu verbessern und das geänderte Format gibt uns mehr Gelegenheiten. Unsere Matchracing Erfahrung ist begrenzt, aber wir haben smarte Leute an Bord.”

  Schieflage: „Oracle Racing Spithill" war gegen die Koreaner Favorit, doch ein Materialschaden und ein taktischer Fehler bedeuteten das vorzeitge AusFoto: Gilles Martin-Raget/ACEA
Schieflage: „Oracle Racing Spithill" war gegen die Koreaner Favorit, doch ein Materialschaden und ein taktischer Fehler bedeuteten das vorzeitge Aus

Ein Finalist steht ebenfalls schon fest. Dean Barker und seine Kumpels vom „Team New Zealand” besiegten im ersten Semifinale „Oracle Racing Coutts” mit 2:1. Im anderen Semifinale segelt heute „Artemis” gegen „Team Korea”, der Sieger wird es dann im Finale mit den Kiwis zu tun haben.

  Hoch oben, aber hinten nach: „Oracle Racing" mit Russell Coutts bverlor das Semifinale gegen die Kiwis nach 1:0 Führung noch 1:2Foto: Gilles Martin-Raget/ACEA
Hoch oben, aber hinten nach: „Oracle Racing" mit Russell Coutts bverlor das Semifinale gegen die Kiwis nach 1:0 Führung noch 1:2

Heute wird in Plymouth Massenbesuch erwartet, denn die englischen Zuschauer stehen fest auf der Seite der Koreaner. Kein Wunder, denn mit Steuermann Draper, Bugmann Matt Cornwell, Trimmer Mark Bulkeley und Floater Chris Brittle stehen gleich vier Briten in den Diensten des Teams aus Fernost. Das Programm sieht zuerst das zweite Semifinale (Best-of-3) zwischen „Artemis” und „Team Korea” vor, gefolgt vom kleinen Finale, bei dem es um Platz 3 geht. Start ist um 14 Uhr Ortszeit (15 Uhr MESZ).

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